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Neue Waldbrand-Ausrüstung: Feuerwehr Arnsberg rüstet sich für heiße Einsätze
17. August 2026

Die Feuerwehr Arnsberg rüstet sich mit neuen leichten Waldbrand-Overalls, Pulaski-Äxten und Kreissegmentregenern – alles, was du über die neue Ausrüstung…

Wenn der Wald brennt, zählt jede Sekunde

Die vergangenen Wochen haben es deutlich gezeigt: Wald- und Vegetationsbrände sind in NRW längst keine Seltenheit mehr. Arnsberger Einheiten waren zuletzt bei aufwendigen Großbränden in Sundern-Stemel und Marsberg-Helminghausen im überörtlichen Hilfseinsatz – körperlich fordernde Einsätze bei hohen Sommertemperaturen, die alles verlangen, was die Kräfte draufhaben.1

Das Problem dabei: Die klassische Feuerwehr-Überbekleidung, die beim Innenangriff in Gebäuden hervorragend schützt, wird im Freien bei Waldbränden schnell zur Belastung. Die isolierenden Stofflagen führen zu gefährlichem Hitzestau – und das bei ohnehin schon extremen Bedingungen. Die Feuerwehr Arnsberg hat darauf reagiert und ihre Ausrüstung jetzt gezielt angepasst.1

Leichter, sichtbarer, sicherer – die neue Waldbrand-Ausrüstung

In einem ersten Schritt hat die Abteilung Technik rund 80 leichte Schutz-Overalls der Firma Watex beschafft. Die einteiligen Schutzanzüge sind deutlich leichter als die bisherige Einsatzkleidung und dank ihrer roten Farbe auch aus der Luft gut erkennbar – ein wichtiger Vorteil, wenn Polizeihubschrauber als Wasserträger im Einsatz sind.1

Zur neuen Ausrüstung gehören außerdem Schutzbrillen gegen Brandrauch und feinen Partikelflug sowie leichte Atem- beziehungsweise Tuchmasken von Uvex. Praktisches Detail: Die Taschen am Rücken der Overalls bieten Platz für zwei 0,5-Liter-Trinkflaschen – bei Hitze-Einsätzen kein unwichtiges Feature. Ihre Premiere hatten die neuen Garnituren bereits bei den Einsätzen in Sundern und Marsberg.1

Neues Werkzeug: Pulaski-Äxte und Kreissegmentregner

Neben der Schutzkleidung hat die Feuerwehr Arnsberg auch ihr Werkzeug-Arsenal erweitert. Neu dabei sind Pulaski-Äxte – ein kombiniertes Werkzeug aus Axt und Hacke, mit dem der Waldboden aufgerissen werden kann, um Schneisen zu schlagen oder tief sitzende Glutnester freizulegen. Ebenfalls neu: Kreissegmentregner, die größere Flächen oder Riegelstellungen kontinuierlich mit Wasser benetzen.1

Auch wenn der Wasserförderzug des Hochsauerlandkreises ähnliche Regner vorhält, macht die eigene Beschaffung die Feuerwehr Arnsberg unabhängiger und handlungsfähiger im eigenen Stadtgebiet – und das ohne auf externe Ressourcen warten zu müssen.1

Gerätewagen in Müschede als mobiles Waldbrand-Depot

Damit die neue Ausrüstung auch schnell an die Einsatzstelle kommt, wurde der in Müschede stationierte Gerätewagen Licht entsprechend umgerüstet. Das Fahrzeug bringt ab sofort 60 Waldbrandoveralls samt Brillen und Atemschutztüchern, Löschrucksäcke, Kreissegmentregner sowie Pulaski-Äxte direkt zum Einsatzort.1

Das Konzept dahinter ist clever: Der Erstangriff erfolgt wie gewohnt in regulärer Schutzkleidung, aber nachfolgende oder abgelöste Trupps können direkt vor Ort in die leichten Anzüge wechseln. So bleibt der Schutz erhalten, ohne dass die Einsatzkräfte unnötig unter Hitze leiden.1

Noch mehr kommt: weitere Beschaffungen laufen

Damit ist noch nicht Schluss. Aktuell befinden sich weitere Ausrüstungsgegenstände in der Beschaffung:1

  • Zusätzliche Löschrucksäcke
  • Weiteres Waldbrandwerkzeug
  • Faltbehälter mit 5.000 und 25.000 Litern Fassungsvermögen als mobile Wasserspeicher
  • Zusätzliche D-Schläuche und D-Armaturen für den Einsatz im unwegsamen Gelände

Die Feuerwehr Arnsberg zeigt damit, wie wichtig es ist, aus echten Einsätzen zu lernen und die Ausrüstung konsequent weiterzuentwickeln. Für alle, die hinter den Kulissen für unsere Sicherheit kämpfen: Respekt und danke! 🔥

Quellen

  1. FW-AR: Einsatzkleidung angepasst: Feuerwehr Arnsberg beschafft leichte Ausrüstung für Wald- und Vegetationsbrände – Presseportal


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