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Online bezahlt, nix bekommen: So läuft gerade Warenbetrug im Netz
9. Oktober 2026

Online gekauft und bezahlt, aber keine Ware erhalten: Die Polizei warnt vor Warenbetrug und gibt Tipps, wie ihr euch beim Online-Shopping schützen könnt.

Wie ist das in meinen Warenkorb gekommen – und wo ist meine Ware?

Online shoppen ist mega praktisch, aber gerade gibt’s wieder vermehrt fiese Maschen, bei denen Leute ihr Geld los sind und nie ein Paket sehen. Ein aktueller Fall aus Nümbrecht zeigt genau, wie schnell sowas gehen kann.1

Der Fall: Bosch-Gerät gekauft, Geld weg, Verkäufer verschwunden

Ein 49-Jähriger aus Nümbrecht hat Anfang Oktober über ein Online-Anzeigenportal ein Bosch-Gerät gekauft. Er hat den vereinbarten dreistelligen Betrag über PayPal in der Option „Freunde und Familie“ überwiesen. Und dann? Kaum war das Geld weg, waren plötzlich alle Anzeigen des Verkäufer-Profils gelöscht. Die Ware hat er nie bekommen.1

Kein Einzelfall: Die Polizei bekommt fast täglich solche Meldungen

Bei der Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis gehen fast jeden Tag Anzeigen wegen Warenbetrugs im Internet ein. Und die Abläufe sind dabei oft fast identisch: Erst wird im Voraus bezahlt, dann bleibt die Ware aus.1

Besonders oft wird dafür die PayPal-Option „Freunde und Familie“ genutzt – einfach weil dabei keine extra Gebühren anfallen. Das Problem dabei: Bei dieser Zahlungsart gibt’s keinen Käuferschutz. Heißt im Klartext: Ist das Geld einmal weg, kommt man da meistens nicht mehr ran.1

So schützt du dich vor Warenbetrug

Die Polizei hat ein paar klare Tipps, mit denen ihr euch vor solchen Betrugsmaschen schützen könnt:1

  • Nutzt verifizierte Zahlungsmethoden, bei denen das Geld sicher „zwischengeparkt“ wird, bis die Ware ankommt
  • Finger weg von der Option „PayPal-Freunde“, wenn ihr die Person nicht persönlich kennt – hier gibt’s keinen Käuferschutz
  • Niemals auf Links in SMS oder E-Mails klicken, die euch verdächtig vorkommen
  • Misstrauisch werden bei angeblichen Überzahlungen – zahlt niemals Differenzbeträge zurück, sondern meldet das direkt der Plattform
  • Liegt ein Betrug vor: Anzeige bei der Polizei erstatten und das Verkaufsportal informieren

Fazit: Augen auf beim Online-Kauf

Klar, Online-Anzeigenportale sind super, um günstig an coole Sachen zu kommen. Aber gerade wenn’s um größere Summen geht, solltet ihr lieber einmal mehr hinschauen, bevor ihr auf „Senden“ klickt. Sichere Zahlungsmethoden mit Käuferschutz sind da einfach Gold wert – auch wenn’s ein paar Cent Gebühren kostet. Besser ein bisschen mehr zahlen, als am Ende mit leeren Händen dazustehen.

Quellen

  1. POL-GM: Vorsicht vor Warenbetrug – Produkt gekauft, Ware nicht erhalten


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