Tierrechtsaktivisten blockierten eine Zufahrt der Premium Food Group in Rheda-Wiedenbrück und protestierten gegen CO2-Betäubung von Schweinen.
Im Kreis Gütersloh sorgt ein Protest von Tierrechtsaktivisten für Aufsehen. Wie die Zeitung Die Glocke berichtet, haben Aktivisten am Donnerstagmorgen eine der Werkszufahrten zum Hauptsitz der Premium Food Group in Rheda-Wiedenbrück blockiert. Die Premium Food Group ist der ehemalige Tönnies-Konzern und einer der bekanntesten Fleischverarbeiter der Region.
Nach Angaben von Die Glocke ketteten sich drei Aktivisten auf der Einfahrt zum Werksverkauf zusammen, einige von ihnen mit Bügelschlössern. Sie weigerten sich demnach, die Zufahrt zu verlassen.
Mit der Aktion protestierten die Tierschützer laut Die Glocke gegen die umstrittene CO2-Betäubung von Schweinen. Bei diesem Verfahren werden Schweine vor der Schlachtung mit Kohlendioxid betäubt – eine Praxis, die von Tierrechtsgruppen seit Längerem kritisiert wird.
Die Zeitung berichtet außerdem, dass die Polizei vor Ort war und dass einige Aktivisten zudem versucht haben sollen, weitere Maßnahmen durchzuführen. Gegen die Beteiligten ermittelt nun die Polizei.
Der Protest reiht sich laut Die Glocke in eine Serie von Ereignissen rund um die Premium Food Group ein. Bereits zuvor hatte es nach Angaben der Zeitung Berichte über heimliche Videoaufnahmen aus einem Schlachthof des Unternehmens gegeben, die Vorwürfe gegen den Konzern nach sich zogen. Auch eine Klage im Zusammenhang mit diesen Schlachthof-Videos war demnach bislang offen.
Der Vorfall vom Donnerstag zeigt, dass die Debatte um Tierwohl und Schlachtmethoden bei der Premium Food Group in Rheda-Wiedenbrück nicht abreißt. Die Ermittlungen der Polizei zu der Blockade laufen, wie Die Glocke berichtet, noch.
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