Betrunken und aggressiv: Ein 22-Jähriger flog aus dem WizzAir-Jet, wehrte sich gegen die Bundespolizei am Flughafen Köln Bonn und landete im Gewahrsam.
Eigentlich sollte es für einen 22-jährigen Niederländer mit dem WizzAir-Flug nach Bukarest losgehen. Doch daraus wurde erstmal nichts. Der Mann war so stark alkoholisiert, dass er in der Kabine komplett ausrastete – und zwar gegenüber seiner eigenen Frau. Die suchte schließlich hilfesuchend die Crew auf, weil sie mit der Situation überfordert war.1
Das Boardpersonal versuchte, die Lage zu beruhigen, kam aber nicht gegen den aggressiven Passagier an. Der Kapitän zog am Ende die Reißleine und schloss den Mann kurzerhand vom Flug aus. Freiwillig wollte der aber nicht gehen, weshalb Beamte der Bundespolizei ihn schließlich aus dem Flugzeug eskortieren mussten. Seine Frau und das minderjährige Kind mussten die Reise dann ohne ihn antreten.1
Gegen 02:15 Uhr wurde der 22-Jährige zunächst aus der Wache der Bundespolizei entlassen – die Sache schien erledigt. Doch schon 45 Minuten später trafen die Beamten ihn erneut an: Er hatte es sich im Vorraum der Gepäckermittlung zum Schlafen gemütlich gemacht. Weil gegen ihn mittlerweile ein Platzverweis für den Flughafen ausgesprochen worden war, wollten ihn die Polizisten aus dem Gebäude begleiten.1
Und genau da eskalierte die Situation erneut. Der Mann wurde zunehmend aggressiver und forderte die Beamten sogar zu einem Kampf heraus. Kurzzeitig beruhigte ihn der Hinweis, dass eine Bodycam sein Verhalten aufzeichnet – mit dem Platzverweis war er trotzdem nicht einverstanden. Als die Bundespolizisten ihn schließlich aus dem Gebäude bringen wollten, wehrte er sich so heftig, dass ihm am Ende nichts anderes übrig blieb, als Handschellen anzulegen.1
Über die Bundespolizeiwache ging es für den Niederländer schließlich in den Polizeigewahrsam des PP Köln, wo er seinen Rausch ausschlafen konnte. Günstig wird der Abend für ihn trotzdem nicht: Ihn erwartet neben einer Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Luftsicherheitsgesetz auch noch eine Strafanzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.1
Was als stressiger Familienurlaub gedacht war, endete für den 22-Jährigen stattdessen in der Ausnüchterungszelle – ganz ohne Flug nach Bukarest. Ein Erinnerungsstück, an das er sich wohl noch lange zurückerinnern wird, allerdings nicht unbedingt mit Freude.
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