Bei Saerbeck kollidierte ein Pedelec-Fahrer mit einem Reh und verletzte sich leicht. Die Polizei warnt jetzt verstärkt vor Wildwechsel im Herbst.
Herbstzeit ist Wildwechsel-Zeit – und das hat ein 26-Jähriger aus Hörstel am Donnerstagmorgen am eigenen Leib zu spüren bekommen. Gegen 06.45 Uhr war er mit seinem Pedelec auf der Riesenbecker Straße in Richtung Saerbeck unterwegs, als auf Höhe des Bioenergieparks plötzlich ein Reh über die Fahrbahn lief.1
Der Mann konnte dem Tier nicht mehr ausweichen, es kam zum Zusammenstoß. Dabei stürzte der Pedelec-Fahrer und verletzte sich leicht. Eine ärztliche Behandlung vor Ort war aber zum Glück nicht nötig. Für das Reh kam allerdings jede Hilfe zu spät – es verendete noch an der Unfallstelle. Am Pedelec entstand ein geringer Sachschaden.1
Der Unfall zeigt mal wieder: Gerade jetzt im Herbst ist auf den Straßen in NRW besondere Vorsicht angesagt. Die Polizei Steinfurt weist ausdrücklich auf die erhöhte Gefahr durch Wildwechsel hin, vor allem in Waldgebieten und während der Dämmerung bzw. in den frühen Morgenstunden.1
Wildtiere können jederzeit völlig unerwartet auf die Fahrbahn springen – egal ob du mit dem Auto, Motorrad oder eben mit dem Pedelec unterwegs bist. Deshalb gilt: lieber einen Gang runterschalten und bremsbereit bleiben, wenn’s durch den Wald oder an Feldrändern vorbeigeht.1
Zusätzlich macht die Jahreszeit das Fahren noch tückischer. Nasses Laub und feuchte Straßen sorgen dafür, dass der Bremsweg deutlich länger wird als sonst. Wer das im Hinterkopf behält und seine Geschwindigkeit entsprechend anpasst, ist klar im Vorteil – und kann im Ernstfall schneller reagieren.1
Der Fall aus Saerbeck macht deutlich, wie schnell so ein Zusammenstoß mit einem Wildtier passieren kann – selbst auf vermeintlich übersichtlichen Strecken. Zum Glück ist bei diesem Unfall alles glimpflich ausgegangen. Trotzdem lohnt sich der Blick auf die Uhr: Gerade in den Morgen- und Abendstunden im Herbst solltet ihr auf Straßen durch Wald- und Feldgebiete besonders wachsam sein. Bremsbereit bleiben und das Tempo an Wetter und Sichtverhältnisse anpassen – das kann im Zweifel den Unterschied machen.
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