Schockanrufe in Gütersloh und Steinhagen: Betrüger ergaunern Geld und Schmuck von Seniorinnen. Die Polizei sucht Zeugen und gibt wichtige Tipps zum Schutz.
Es klingt wie ein schlechter Film, ist aber bittere Realität: Am Mittwoch, dem 22. Juli, wurden der Polizei Gütersloh gleich zwei Fälle von sogenannten Schockanrufen gemeldet – und in beiden Fällen hatten die Betrüger leider Erfolg. Seniorinnen aus Gütersloh und Steinhagen übergaben Bargeld und Schmuck an vermeintliche Beamte. Die Polizei sucht jetzt dringend Zeugen.1
Die Masche ist so simpel wie gemein: Angebliche Amtspersonen riefen bei den älteren Damen an und behaupteten, nahe Verwandte hätten einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Um eine drohende Haftstrafe abzuwenden, sei sofort eine Kaution fällig. Unter diesem enormen emotionalen Druck übergaben die Seniorinnen ihr Erspartes – in gutem Glauben, ihren Liebsten zu helfen.1
Zwischen 11.15 Uhr und 12.50 Uhr wurde eine Seniorin aus Gütersloh am Telefon unter Druck gesetzt. Sie übergab anschließend Bargeld und Schmuck an einen Mann, der vorgab, ein Beamter zu sein. Die Übergabe fand im Bereich Diekstraße, Kolpingstraße, Ludwigstraße und Cecilienstraße statt. Der Abholer wird so beschrieben:1
Nur wenige Stunden später, zwischen 15.25 Uhr und 16.00 Uhr, traf es eine weitere Dame – diesmal in Steinhagen. Auch hier folgte nach dem Anruf kurz darauf die persönliche Übergabe von Geld und Schmuck. Der Abholer wurde im Bereich Jückermühlenweg, Patthorster Straße, Swinemünder Straße und Stralsunder Straße gesehen. Seine Beschreibung:1
Die Polizei Gütersloh hat Ermittlungen eingeleitet und prüft derzeit, ob zwischen beiden Vorfällen ein Zusammenhang besteht. Wer im Bereich der genannten Straßen verdächtige Personen beobachtet hat, wird gebeten, sich zu melden – unter der Telefonnummer 05241 869-0.1
Die Polizei ist eindeutig: Kein echter Behördenvertreter fragt am Telefon nach verfügbarem Geld oder Wertgegenständen. Wenn so ein Anruf kommt, gilt: Sofort auflegen, nicht unter Druck setzen lassen und die Polizei unter einer bekannten Nummer anrufen.1 Sprich bitte auch mit älteren Familienmitgliedern, Nachbarn oder Bekannten über diese Masche – denn Aufklärung ist der beste Schutz! Wer seine Liebsten warnt, kann im Ernstfall schlimmeres verhindern.
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