Schwerer Frontalunfall auf der B 67 bei Borken: Zwei Männer schwer verletzt, Rettungshubschrauber im Einsatz, die Bundesstraße war zeitweise komplett gesperrt.
Am Dienstagmorgen ist es auf der B 67 in Borken zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Gegen 08.10 Uhr war ein 58-Jähriger aus Münster in Fahrtrichtung Münster unterwegs, als er auf eine langsamer fahrende Fahrzeugschlange in Höhe der Westenborkener Straße auftraf.1 Um nicht aufzufahren, zog er offenbar nach links in den Gegenverkehr – mit dramatischen Folgen.
Auf der Gegenfahrbahn krachte der Wagen des 58-Jährigen frontal in das Auto eines 20-Jährigen aus Velen, der zu dem Zeitpunkt auf dem linken Fahrstreifen Richtung Bocholt unterwegs war.1 Der Aufprall hatte es in sich: Beide Fahrer wurden schwer verletzt. Für den 58-Jährigen kam der Rettungsdienst und brachte ihn ins Krankenhaus. Beim 20-Jährigen war die Verletzung so ernst, dass ein Rettungshubschrauber anrücken musste, um ihn in eine Unfallklinik zu fliegen.1
Als wäre das nicht schon genug gewesen, fuhr kurz danach noch ein 35-Jähriger aus Surwold, der ebenfalls Richtung Bocholt unterwegs war, in die Unfallstelle hinein und stieß mit einem der bereits verunglückten Fahrzeuge zusammen.1 Hier blieb es zum Glück bei Sachschaden.
Die Polizei musste die B 67 für die Dauer der Unfallaufnahme komplett sperren.1 Wer an dem Dienstagmorgen auf der Strecke unterwegs war, musste sich also auf Umwege oder längere Wartezeiten einstellen. Solche Vollsperrungen sind bei schweren Unfällen mit Rettungshubschrauber-Einsatz keine Seltenheit, weil erstmal alle Beteiligten versorgt und die Unfallstelle gesichert werden muss, bevor die Spuren wieder freigegeben werden können.
Der Fall macht nochmal deutlich, wie schnell aus einer vermeintlich harmlosen Situation – eine langsamere Fahrzeugschlange vor einem – eine gefährliche Kettenreaktion werden kann. Ein kurzer Ausweichversuch in den Gegenverkehr kann fatale Folgen haben, gerade auf Landstraßen wie der B 67, wo Fahrzeuge mit hohem Tempo aufeinandertreffen. Für alle, die regelmäßig auf dieser Strecke unterwegs sind, lohnt sich also nochmal ein Blick auf den eigenen Sicherheitsabstand und die Geschwindigkeit – besonders wenn vorne mal eine Kolonne langsamer wird.
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