Höhenretter holen Patienten per Schleifkorbtrage und Drehleiter aus Hochhaus in Köln-Ehrenfeld – die KVB musste dafür sogar den Fahrdraht stromlos schalten.
Ein ungewöhnlicher Patiententransport hat am Montag für Aufsehen in Köln-Ehrenfeld gesorgt. Wie express.de berichtet, rückte kurz nach 11 Uhr vor einem Hochhaus an der Iltisstraße ein großes Aufgebot an Einsatzkräften an – neben Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei war auch die Höhenrettung vor Ort.
Grund für den Einsatz war laut express.de ein medizinischer Notfall in einem höheren Stockwerk des Gebäudes. Feuerwehrsprecher Ulrich Laschet erklärte gegenüber der Zeitung, dass der Notarzt entschieden habe, den Patienten mittels Schleifkorbtrage zu transportieren. Diese Methode sei schonender und risikoärmer gewesen, als den Patienten über mehrere Etagen durchs Treppenhaus zu bringen – dabei hätte die Gefahr bestanden, dass sich sein Zustand verschlechtert und Kreislaufprobleme auftreten.
Der Transport erfolgte über den Balkon der Wohnung. Dort wurde die Schleifkorbtrage mit dem Patienten an der Drehleiter befestigt und zu Boden gelassen. Begleitet wurde der Patient dabei von einem Höhenretter, der zusätzlich im Rettungsdienst ausgebildet ist und während des gesamten Vorgangs per Funk mit dem Notarzt in Verbindung stand. Laschet betonte laut express.de, dass nicht nur die Höhenretter, sondern alle Berufsfeuerwehrleute in Köln eine Ausbildung im Rettungsdienst durchlaufen.
Weil an der Iltisstraße auch die Straßenbahn verkehrt, musste die Polizei die Straße für den Einsatz teilweise sperren. Zusätzlich musste die KVB den Fahrdraht stromlos schalten und erden, damit die Feuerwehr die Drehleiter gefahrlos einsetzen konnte, wie Laschet gegenüber express.de schilderte.
Nach dem Transport durch die Höhenrettung wurde der Patient mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Der Einsatz konnte gegen 13.40 Uhr beendet werden, berichtet express.de.
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!