Feuerwehr Sprockhövel unterstützt Rettungsdienst bei schwerem Sturz im Keller: Türen wurden entfernt, um die verletzte Person sicher zu bergen.
Manchmal reicht ein Rettungswagen allein einfach nicht aus. Genau das ist am Montagabend in Sprockhövel passiert, und zwar in der Straße „Eickersiepen“. Dort wurde eine Person im Keller eines Mehrfamilienhauses schwer verletzt, nachdem sie gestürzt war.1
Gegen 22:15 Uhr ging bei der Feuerwehr Sprockhövel die Nachforderung vom Rettungsdienst ein. Das Problem: Der Keller war einfach zu eng, um die verletzte Person ohne Hilfe nach draußen zu bekommen. Also mussten die Profis ran.1
Damit überhaupt genug Platz für die Rettung war, demontierten die Einsatzkräfte zunächst die Hauseingangstür sowie eine weitere Kellertür. Erst danach konnte es richtig losgehen. Mit einer Schleifkorbtrage wurde die verletzte Person vorsichtig über die enge Kellertreppe bis zur Straße transportiert.1
Klingt nach einer kurzen Aktion, war aber echte Teamarbeit: Zehn ehrenamtliche Feuerwehrkräfte waren mit zwei Fahrzeugen vor Ort im Einsatz. Nach rund 30 Minuten war der Einsatz beendet und die Person konnte an den Rettungsdienst übergeben werden.1
Die Feuerwehr Sprockhövel hatte in den letzten Wochen einiges zu tun. Erst wenige Tage zuvor rückten die Einsatzkräfte aus, um nach einem Motorradunfall auf der Mühlenstraße ausgelaufenen Kraftstoff von der Fahrbahn zu entfernen. Auch Ölspuren beschäftigten die Wehr gleich mehrfach, unter anderem auf der Schwelmer Straße und im Bereich „Auf der Gethe“. Solche Einsätze gehören für die ehrenamtlichen Kräfte mittlerweile zum Alltag dazu.
Was dieser Einsatz aber besonders zeigt: Die Feuerwehr ist nicht nur bei Bränden gefragt. Oft sind es gerade solche Situationen, bei denen handwerkliches Geschick und körperlicher Einsatz gefragt sind, zum Beispiel wenn es darum geht, Türen zu entfernen oder verletzte Personen durch enge Räume zu tragen. Ohne die Unterstützung der Feuerwehr wäre der Transport in diesem Fall kaum möglich gewesen.
Der Einsatz in Sprockhövel macht deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr im Alltag ist. Wenn’s eng wird, im wahrsten Sinne des Wortes, sind es oft die ehrenamtlichen Kräfte, die mit Werkzeug, Erfahrung und Muskelkraft den entscheidenden Unterschied machen. Für die verletzte Person ging der Einsatz zumindest glimpflich aus, sie konnte sicher zum Rettungswagen gebracht werden.
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