Nach einem versuchten Tötungsdelikt in der Gelsenkirchener Altstadt wurden mehrere Tatverdächtige festgenommen.
In der Nacht zu Donnerstag, den 25. Juni 2026, kam es in der Gelsenkirchener Altstadt zu einem versuchten Tötungsdelikt. Ein maskierter 18-jähriger Arbeitsloser aus den Niederlanden betrat gegen 0.20 Uhr die Räumlichkeiten eines Kulturvereins an der Hiberniastraße und richtete eine Schusswaffe auf die anwesenden Gäste. Nach dem Vorfall flüchtete er in ein wartendes Fahrzeug, in dem sich zwei weitere Personen befanden.
Im Rahmen der eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnte die Polizei das Fluchtfahrzeug auf der Grothusstraße erkennen. Die 23-jährige Fahrerin verhielt sich jedoch unerhört und ignorierte die Anhaltesignale der Polizei. Bei der Flucht in Richtung Horst kam es zu mehreren riskanten Situationen. An der Kranefeldstraße verlor die Fahrerin schließlich die Kontrolle über das Fahrzeug und stieß gegen eine Kiosk-Wand. Alle drei Fahrzeuginsassen, darunter der Tatverdächtige und die 15-jährige Beifahrerin, die ebenfalls aus den Niederlanden stammt, wurden daraufhin festgenommen.
Die Staatsanwaltschaft Essen stellte einen Antrag auf Erlass eines Untersuchungshaftbefehls gegen den 18-Jährigen wegen versuchten Mordes und waffenrechtlicher Verstöße. Die 23-jährige Fahrerin wird der Beihilfe bezichtigt. Beide wurden am 26. Juni 2026 einem Haftrichter vorgeführt und in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Die 15-Jährige wurde in die Obhut des Jugendamts gegeben.
Eine Mordkommission wurde eingerichtet, die die Hintergründe und den genauen Ablauf der Tat weiter untersucht.
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