Waldbrand Hürtgenwald: Landrat Nolten hofft, das Feuer dieses Wochenende unter Kontrolle zu bringen.
Der Waldbrand im Hürtgenwald hält die Menschen in der Region weiter in Atem. Während in einem früheren Beitrag Bürgermeister Stephan Cranen die Hoffnung äußerte, dass der benachbarte Ortsteil Großhau von einer weiteren Evakuierung verschont bleibt, gibt es jetzt neue Signale aus der Kreisverwaltung – und die klingen vorsichtig optimistisch.2
Dürener Landrat Ralf Nolten hat sich am 15. August zuversichtlich über den Stand der Brandbekämpfung geäußert. Er habe die Hoffnung, „dass wir heute, spätestens morgen in der Situation sind zu sagen: Wir haben ein hohes Maß an Kontrolle“, so Nolten.1
Gleichzeitig macht er deutlich, dass ein Feuer eben nicht so schnell aus ist, wie man sich das wünscht. Mit einem bodenständigen Vergleich bringt er es auf den Punkt: Jeder, der schon mal gegrillt habe, wisse, dass ein Feuer erst erloschen sei, wenn die Asche abgelöscht und in der Tonne sei. „Das werden wir natürlich in den nächsten zwei Tagen nicht erreichen können“, sagt Nolten – „aber so, dass wir sagen können: Ja, wir haben die Dinge so weit im Griff.“1
Besonders für die rund 1.800 Bewohner des evakuierten Ortsteils Gey sind das ermutigende Worte.2 Nolten zeigt sich „sehr, sehr zuversichtlich“, dass Gey bald wieder freigegeben werden kann. Doch einen Haken gibt es: Der Wetterdienst hat noch eine Gewitterzelle mit Sturmböen angekündigt – und die könnte alles wieder durcheinanderwirbeln.1
„Das Fatalste, was wir machen könnten, wäre, dass wir sagen: Ihr könnt zurück! Und dann kommt die Gewitterzelle, und dann sagen wir anschließend: Nee, ihr müsst doch bis morgen warten“, so Nolten. Eine Entscheidung soll nach den Lageberichten um 15 und 17 Uhr fallen.1
Seit Beginn des Brandes laufen die Löscharbeiten auf Hochtouren. Neben den Einsatzkräften am Boden wird der Brand auch aus der Luft bekämpft.2 Die Evakuierung des Ortsteils Gey verlief laut Berichten geordnet – auch für Menschen, die sich nicht selbst in Sicherheit bringen konnten, etwa Bewohnerinnen und Bewohner eines Pflegeheims, wurde gesorgt.2
Für alle Betroffenen heißt es jetzt: Die nächsten Stunden werden entscheidend. Nolten bringt es menschlich auf den Punkt – er wisse natürlich: „Jeder schläft gern zu Hause im eigenen Bett.“ Ob das am Abend des 15. August für die Bewohner von Gey möglich sein wird, hängt von Wetter und Lagebericht ab.1 Wir bei Antenne NRW halten euch weiter auf dem Laufenden – bleibt dran!
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