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Wegen Umweltstraftaten Anklage gegen zwei Verdächtige erhoben
20. März 2026

Zwei Personen werden wegen illegaler Abfallentsorgung angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, über 125.000 Tonnen belastete Böden abgelagert zu haben.

Ermittlungen zu schweren Umweltstraftaten

Im Rahmen des Ermittlungskomplexes „Boden NRW“ wurden gegen einen 59-jährigen vorbestraften Mann und eine 57-jährige Frau aus Erkelenz Anklage erhoben. Den Angeschuldigten wird seit April 2021 vorgeworfen, mehr als 125.000 Tonnen belastete Böden und gefährliche Abfälle illegal deponiert zu haben.

Die Ermittlungen ergaben, dass die Angeschuldigten in ihrer Funktion als Geschäftsführer eines Unternehmens für den Transport von Baustoffen und Abfällen zuständig waren. Sie sollen dabei auf mehreren Betriebsgeländen, unter anderem in Selfkant, Erkelenz und Wassenberg, abfallrechtliche Genehmigungen missachtet haben.

Insbesondere auf einem Gelände in Selfkant wurden rund 45.000 Tonnen gefährlicher Abfälle abgelagert, darunter Materialien, die bis zur Deponieklasse 3 eingestuft sind. Ein weiteres Gelände in Erkelenz beherbergte etwa 57.000 Tonnen belasteter Boden, während in Wassenberg rund 23.500 Tonnen illegal gelagert wurden.

Die geschätzten Entsorgungskosten für diese illegalen Abfälle belaufen sich auf mindestens 6,5 Millionen Euro. Die Anklage umfasst mehrere Vorwürfe im Zusammenhang mit dem unerlaubten Betreiben von Anlagen und dem unerlaubten Umgang mit Abfällen.

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