Ein Werdohler zahlte vierstellig für die Entfernung eines Wespennests – doch der vermeintliche Kammerjäger verschwand danach spurlos.
Stell dir vor, du hast ein Wespennest an der Decke hängen und willst es einfach nur loswerden. Genau das ist einem 26-Jährigen aus Werdohl passiert – nur dass die Sache für ihn richtig teuer wurde. Statt eines entfernten Nests hat er am Ende nur eine gesalzene Rechnung und jede Menge Ärger.1
Der Werdohler war auf der Suche nach einem Kammerjäger und wurde online fündig. Er beauftragte den vermeintlichen Profi mit der Entfernung des Wespennests. Letzte Woche tauchte der „Experte“ dann auch auf und bearbeitete das Nest mit einem Spray – der sollte angeblich erstmal einwirken. Dann kam der Hammer: eine vierstellige Rechnung landete bei dem jungen Mann.1
Weil er davon ausging, dass die Arbeit danach fortgesetzt wird, überwies er das Geld brav. Und dann? Funkstille. Der Kontakt zum „Kammerjäger“ brach komplett ab. Das Nest? Hängt immer noch da, wo es vorher war – an der Decke.1
Die Polizei Märkischer Kreis hat mittlerweile Ermittlungen wegen Betruges aufgenommen. Der Fall zeigt mal wieder, wie leicht man online auf unseriöse Anbieter reinfallen kann – gerade wenn’s schnell gehen soll und man einfach nur das Problem aus der Welt haben will.1
Die Kripo warnt ausdrücklich vor zweifelhaften Angeboten im Internet. Bevor ihr also beim nächsten Mal einen Handwerker, Kammerjäger oder sonstigen Dienstleister online bucht, lohnt sich ein zweiter Blick: Gibt’s echte Bewertungen? Eine nachvollziehbare Firmenadresse? Und würdet ihr eine Vorkasse-Rechnung in vierstelliger Höhe wirklich einfach so akzeptieren, bevor die Arbeit überhaupt fertig ist?1
Der Fall aus Werdohl ist ein gutes Beispiel dafür, wie schnell aus einem kleinen Problem – nämlich einem Wespennest – ein großes werden kann, wenn man nicht genau hinschaut. Checkt bei zukünftigen Dienstleistungen immer erst das Kleingedruckte und lasst euch nicht von schnellen Lösungen blenden. Und falls ihr selbst schon mal Opfer von sowas geworden seid: Meldet euch bei der Polizei, so wie es der Werdohler auch gemacht hat.
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