Die HSPV NRW tritt dem Landesprogramm „Vereinbarkeit Beruf und Pflege
Kennst du das? Neben dem Beruf noch einen Angehörigen pflegen – das ist kein Ausnahmefall, sondern für viele Menschen in NRW der ganz normale Alltag. Allein in Nordrhein-Westfalen sind 1,39 Millionen Menschen pflegebedürftig, und rund 700.000 Berufstätige schultern diese Aufgaben zusätzlich zu ihrem Job.1 Waschen, kochen, Einkäufe erledigen, Ämterbesuche organisieren – das alles läuft oft im Hintergrund, ohne dass der Arbeitgeber es mitbekommt oder aktiv unterstützt. Die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) will das jetzt ändern – und geht dabei mit gutem Beispiel voran.
In der Zentralverwaltung in Gelsenkirchen haben HSPV-Präsident Martin Bornträger, Kanzler Markus Coerdt und Gleichstellungsbeauftragte Julia Erdmann die Charta des Landesprogramms „Vereinbarkeit Beruf und Pflege in Nordrhein-Westfalen“ unterzeichnet.1 Ein klares Signal: Die Hochschule will nicht nur reden, sondern wirklich handeln.
„Mit diesem Beitritt wollen wir als Arbeitgeber einen weiteren wichtigen Schritt machen, um unseren Beschäftigten, die Angehörige pflegen, eine gute Unterstützung zu bieten“, erklärte Präsident Bornträger.1 Konkret bedeutet das zum Beispiel:
Das klingt nach einem echten Gamechanger für alle, die bisher nicht wussten, wo sie anfangen sollen, wenn Pflege und Beruf kollidieren.1
Ein Blick hinter die Zahlen zeigt: Ein Großteil der pflegenden Angehörigen sind Frauen. Gleichstellungsbeauftragte Julia Erdmann betonte deshalb, wie wichtig die Unterstützung durch den Arbeitgeber ist – und zwar für alle Geschlechter: „Die HSPV NRW nimmt damit eine wichtige Vorbildfunktion ein und ermöglicht es auch berufstätigen Männern, die Pflege ihrer Angehörigen besser mit ihrem Beruf zu vereinbaren.“1 Klare Worte, die zeigen: Pflege ist kein Frauenthema – es ist ein gesellschaftliches Thema.
Die HSPV NRW hat sich das Thema nicht erst gestern auf die Fahne geschrieben. Schon jetzt gilt sie als Vorzeigeinstitution in der Region: Die WiN Emscher-Lippe GmbH hat die Hochschule mit dem Vereinbarkeitsprädikat „Beruf und Pflege“ ausgezeichnet.1 Damit gehört die HSPV NRW zu den sieben Unternehmen in der Emscher-Lippe Region, die als besonders pflegefreundliche Arbeitgeber anerkannt werden. Bei der Verleihung wurde außerdem betont, wie entscheidend diese Art von Unterstützung ist, um Fachkräfte langfristig zu halten.1
Die HSPV NRW zeigt, dass Pflege und Beruf kein Widerspruch sein müssen – wenn Arbeitgeber den ersten Schritt machen. Mit der Charta-Unterzeichnung, dem Ausbau der Beratungsangebote und der regionalen Auszeichnung setzt die Hochschule ein Zeichen, das weit über Gelsenkirchen hinausstrahlt. Wer in NRW arbeitet und gleichzeitig pflegt, verdient echte Unterstützung – und genau das macht die HSPV NRW jetzt möglich.1 Bleibt zu hoffen, dass noch viele weitere Arbeitgeber in der Region diesem Beispiel folgen!
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