Ein Hundertwasser-Teller sorgte bei Bares für Rares für ein spannendes Händler-Duell. Alle Ergebnisse der Folge inklusive Diamantcollier und Ölgemälde im…
Bei „Bares für Rares“ ging es in der Ausgabe vom 2. November 2026 richtig zur Sache – und das wegen eines Tellers. Georg aus Kronach brachte zusammen mit Tochter Yvonne ein Stück seines früheren Arbeitgebers Rosenthal mit, das sich bei genauerem Hinsehen als echter Schatz entpuppte. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, erkannte Horst Lichter den berühmten Künstler hinter dem Design nicht sofort – er musste erst auf die Unterseite des Tellers schauen, um den Namen zu entdecken: Friedensreich Hundertwasser.
Experte Colmar Schulte-Goltz war dagegen von Anfang an begeistert und bezeichnete das Design als „unverkennbar“. Der Teller trägt den Namen „Spiralental“ und stammt aus dem Jahr 1983. Das Stück ist auf 2.000 Exemplare limitiert und trägt die Nummer 336. Besonders spannend fand der Experte laut Kölner Stadt-Anzeiger, dass sich das Dekor bis auf die Unterseite fortsetzt – ein typischer Hundertwasser-Effekt, wie Schulte-Goltz erklärte.
Inhaltlich steckt in dem Teller mehr als nur schönes Design. Die Spirale stehe für den Fluss des Lebens, erläuterte der Experte, während fühlbare Erhebungen Hügel darstellen und organische Elemente aufgreifen, die sich auch in Hundertwassers Architektur wiederfinden. Georg wünschte sich für sein glasiertes Feinsteinzeug-Stück 300 Euro, obwohl das Dekor einige Kratzer aufwies. Schulte-Goltz schätzte den Wert jedoch deutlich höher ein: 450 bis 600 Euro.
Im Händlerraum sorgte der Teller dann für reichlich Aufregung. Christian Vechtel erkannte den Künstler sofort und rief „Hundertwasser“, während durch den Raum ein Raunen ging – schließlich ist der Künstler nicht nur bekannt, sondern laut Kölner Stadt-Anzeiger auch „extrem beliebt“. David Suppes zeigte sich beeindruckt von der Zusammenarbeit zwischen Rosenthal und Hundertwasser, die ihm bis dahin unbekannt war.
Nach Vechtels Startgebot von 100 Euro verdoppelte Suppes den Betrag, bevor Liza Kielon mit 300 Euro nachlegte – genau Georgs ursprünglichem Wunschpreis. Der Verkäufer zeigte sich davon jedoch nicht mehr zufrieden und sah „noch Luft nach oben“. Es folgte ein schneller Schlagabtausch zwischen Kielon und Vechtel, aus dem Kielon schließlich mit einem Gebot von 520 Euro als Siegerin hervorging. Für die Händlerin war es der erste Hundertwasser in ihrer Sammlung.
Der Hundertwasser-Teller war aber nicht das einzige Highlight der Folge. Auch eine 160 Jahre alte Diamantkette sorgte für Gesprächsstoff, wie Bild berichtet. Ilona aus Oyten brachte ein antikes Collier mit, das Expertin Wendela Horz auf zwei unterschiedlich alte Teile zurückführte: Das silberne, vergoldete Schauteil mit Diamantrosen datierte sie in die 1860er-Jahre, während die Goldkette später ergänzt wurde. Trotz eines geschätzten Diamantgewichts von 1,8 Karat lag die Expertenschätzung bei nur 1.800 bis 2.200 Euro – weit entfernt von Ilonas Wunschpreis von 3.000 Euro. Im Händlerraum blieben die Gebote zunächst bei 650 Euro hängen, ehe Ilona auf 1.000 Euro herunterging und Elke Velten-Tönnies zuschlug.
Auch ein Ölgemälde des niederländischen Künstlers Willem de Haas Hemken aus den 1890er-Jahren wechselte den Besitzer: Für 1.100 Euro ging es an David Suppes, nachdem die Expertenschätzung bei 1.200 bis 1.500 Euro gelegen hatte. Weißgoldschmuck aus den 1950er-Jahren mit Diamanten und Zuchtperlen brachte 1.400 Euro ein, drei Lehrmodelle der Firma Schlüter aus den 1970er-Jahren gingen für 210 Euro an Christian Vechtel. Ein eulenförmiger Eiswürfelbehälter von Freddotherm, einst für zwölf Euro auf dem Trödel erstanden, wurde schließlich für 270 Euro verkauft.
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