Im Kölner Zoo ist Bartäffin Priya zur Welt gekommen – der erste Nachwuchs von Mutter Indira. Warum die Geburt für den Artenschutz so wichtig ist, erfährst du…
Habt ihr schon von Priya gehört? Der Kölner Zoo hat Nachwuchs bei den Bartaffen zu vermelden – und das ist nicht nur süß, sondern auch richtig wichtig für den Artenschutz! Das kleine Weibchen ist bereits vor acht Monaten zur Welt gekommen und sorgt seitdem für strahlende Gesichter beim Zoo-Team.1 Der Name Priya bedeutet übrigens so viel wie „die Liebe“ oder „die Treue“ – und ehrlich gesagt könnte der Name nicht passender sein.
Mama Indira ist 16 Jahre alt und kam Ende 2023 aus Großbritannien nach Köln. Priya ist ihr erstes Baby – ein echtes Erstlingsglück also! Papa Obi ist 15 Jahre alt und stammt ursprünglich aus dem Lissaboner Zoo.1 Zusammen mit der restlichen Gruppe leben jetzt insgesamt sechs Bartaffen im Kölner Zoo. Das Zoo-Team ist begeistert: „Es ist hocherfreulich, dass die bislang noch kinderlose Indira hier in Köln Nachwuchs bekommen hat“, sagt Dr. Johanna Rode-White, Kuratorin im Kölner Zoo und Leiterin des Europäischen Erhaltungsprogramms für Bartaffen.1
Bartaffen sind eine stark bedrohte Primatenart – und das aus gleich mehreren Gründen. Die Tiere kommen ursprünglich aus Südwest-Indien und leiden dort massiv unter der Zerstörung ihres Lebensraums, Wilderei und dem Straßenverkehr.1 Dazu kommt: Bartaffen pflanzen sich aufgrund ihrer späten Geschlechtsreife und langen Geburtsintervalle nur sehr langsam fort. Laut Schätzungen der Weltnaturschutzunion IUCN leben in freier Wildbahn nur noch rund 2.500 ausgewachsene Tiere.1 Klar, dass jedes Jungtier wie Priya zählt!
Falls ihr euch fragt, wie Bartaffen eigentlich aussehen: Sie tragen eine auffällige silberweiße Mähne rund um den Kopf – daher auch ihr deutscher Name. Das restliche Fell ist schwarz. Mit einer Kopfrumpflänge von 40 bis 60 Zentimetern gehören sie zu den kleineren Makaken. Die Männchen werden zwischen fünf und 15 Kilogramm schwer, die Weibchen zwischen vier und neun Kilogramm.1
Auf dem Speiseplan der Bartaffen stehen vor allem Früchte, aber auch Blätter, Knospen, Insekten und kleine Wirbeltiere. Sie leben in größeren Gruppen aus vielen Weibchen und einigen Männchen – ein echtes Rudelleben also!1
Dr. Johanna Rode-White bringt es auf den Punkt: „Es ist wichtig, dass Indira mit ihrem Jungtier für einen stabilen Bestand der Reservepopulation sorgt.“1 Der Kölner Zoo ist damit nicht nur ein Ausflugsziel für die ganze Familie, sondern leistet echte und wichtige Artenschutzarbeit. Wenn ihr das nächste Mal in Köln seid, lohnt sich ein Besuch bei Priya und ihrer Familie auf jeden Fall. So hautnah erlebt man Artenschutz sonst selten – und wer weiß, vielleicht schaut euch die kleine Priya mit ihren neugierigen Augen direkt an. Das wäre doch ein Erlebnis, das ihr so schnell nicht vergessen werdet!
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