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Einschulungsgottesdienst: So starten 170.000 Erstklässler in NRW ins Schulleben
3. September 2026

170.000 Erstklässler starten in NRW ins Schulleben – was Einschulungsgottesdienste heute bedeuten und warum sie mehr als ein Ritual sind, erfährst du hier.

Erster Schultag mit Segen und Schultüte

Rund 170.000 Kinder in Nordrhein-Westfalen erleben gerade einen der aufregendsten Momente ihres Lebens: den allerersten Schultag. Schultüte fest im Arm, Herz voll Aufregung – und für viele i-Dötzchen gehört da ein ganz besonderer Moment dazu: der Einschulungsgottesdienst. Aber was steckt eigentlich dahinter? Und was bedeutet das in einer Zeit, in der Schulklassen bunter und vielfältiger sind als je zuvor?1

56 Kinder, alle Religionen – und ein Sittich namens Alex

In Köln-Kalk feiert die katholische Grundschule auf dem Erzbischöflichen Bildungscampus ihren Einschulungsgottesdienst in der Kirche St. Marien. 56 Kinder werden dort eingeschult – und die sind, wie Pastoralreferentin und Schulseelsorgerin Ann-Kathrin Buhl es beschreibt, „so vielfältig und bunt wie unser Veedel in Kalk“. Alle Religionen und auch Nicht-Religionen sind vertreten.1

Das klingt erstmal ungewöhnlich für einen kirchlichen Gottesdienst – aber genau das ist der Punkt. Der Bildungscampus versteht sich als „Schule für alle“ und begleitet Kinder unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem sozialen oder religiösen Hintergrund. Und damit das Ganze auch für die Allerkleinsten nicht zu ernst wird, hat Ann-Kathrin Buhl eine ganz besondere Unterstützung dabei: Maskottchen Alex, den Halsbandsittich des Familienzentrums.1

„Fürchte dich nicht“ – das Motto macht Mut

Das Motto des Gottesdienstes stammt aus dem Buch Jesaja: „Fürchte dich nicht.“ Und das trifft den Nagel auf den Kopf. Denn der Schulstart ist für Kinder eine echte Herausforderung: eigenverantwortlicher werden, sich selbst organisieren, herausfinden, welches Heft ins Mäppchen gehört – das ist alles neu und manchmal ganz schön viel auf einmal.1

„Der Segen bedeutet, dass sie wissen, dass sie nicht alleine sind, dass ein besonderer Fokus auf ihnen liegt, dass sie diesen neuen Lebensabschnitt gut behütet mit anderen und mit Gott gehen dürfen“, erklärt Ann-Kathrin Buhl. Kein Kind soll das Gefühl haben, den ersten Schritt alleine wagen zu müssen.1

Theaterstück, Gassenhauer und ein bisschen Tanzen

Damit der Gottesdienst auch für die Kleinen spannend bleibt, ist er alles andere als ein klassischer Kirchentermin. 150 weitere Grundschulkinder vom Bildungscampus gestalten den Gottesdienst aktiv mit – unter anderem mit dem Theaterstück „Die Einschulung der Tiere“. Die Botschaft dahinter: Es ist völlig okay, nicht sofort alles zu können.1

Dazu gibt es Songs wie „Gottes Liebe ist so wunderbar“ und „Immer und überall“ – zum Mitsingen und Mittanzen. Denn Bewegung ist gut, und die Kinder sollen sich wohlfühlen, nicht stillsitzen müssen. Wie ist das bei euren eigenen Schulanfängen gewesen – habt ihr noch Erinnerungen an solche Momente?1

Und die Schultüten? Die rascheln einfach mit

Eine kleine logistische Frage bleibt natürlich: Was passiert mit den Schultüten, die die Kinder stolz im Arm halten? Ann-Kathrin Buhl nimmt das mit einem Schmunzeln: „Da finden wir dann eine Lösung“ – je nachdem, wie laut es raschelt. Auspacken darf man sie dann gerne nach dem Gottesdienst oder nach dem ersten Schultag.1

Ein Segen auch für Eltern und Paten

Der Gottesdienst richtet sich übrigens nicht nur an die Kinder. Ann-Kathrin Buhl gibt auch den begleitenden Eltern und Paten etwas mit auf den Weg: „Dass auch sie, obwohl es gerade nicht um sie geht, von Gott gut behütet sind.“ Und sie lädt alle ein, „das Gefühl und die Botschaft Gottes gerne auch weiterhin mit in den Alltag zu integrieren.“1

Sobald der erste Gottesdienst in St. Marien vorbei ist, schwingt Ann-Kathrin Buhl sich übrigens aufs Fahrrad – denn in der nahe gelegenen Kirche St. Engelbert wartet schon der nächste Gottesdienst, diesmal für die Kinder, die auf die Gesamtschule im Erzbischöflichen Bildungscampus kommen.1

Fazit: Mehr als nur ein Ritual

Ein Einschulungsgottesdienst ist heute längst kein rein konfessioneller Akt mehr. Er ist ein Moment der Gemeinschaft, der Ermutigung und des Willkommenseins – für Kinder aller Hintergründe. In einer Zeit, in der Schulklassen so vielfältig sind wie die Gesellschaft selbst, kann genau das eine echte Stärke sein. Mutig den ersten Schritt wagen – das wünschen wir allen i-Dötzchen in NRW!1

Quellen

  1. Was Einschulungsgottesdienste in heutiger Zeit bedeuten – domradio.de


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