120 Millionen Euro Eurojackpot gehen an einen 35-jährigen Spieler aus dem Kreis Mettmann. Auch in Hessen gab es Millionengewinne – alle Infos zum Rekordtreffer.
Stellt euch mal vor, ihr checkt abends noch schnell euren Lottoschein und auf einmal seid ihr 120 Millionen Euro reicher. Genau das ist jetzt einem Spieler aus dem Kreis Mettmann passiert. Bei der Eurojackpot-Ziehung am Dienstagabend in Helsinki fielen die Zahlen 11, 17, 20, 22 und 35 sowie die Eurozahlen 4 und 8 – und damit stand der Rekordgewinn für Deutschland fest. Wie der WDR berichtet, war der Jackpot zuvor wochenlang nicht geknackt worden, bevor es endlich wieder jemanden traf.
Nach Angaben des Online-Anbieters Lotto24 handelt es sich um einen 35-jährigen Lotto24-Kunden aus dem Kreis Mettmann. Für seinen Spielschein hatte er 36,80 Euro ausgegeben, wie die Fuldaer Zeitung berichtet. Für Lotto24 ist es der bislang größte Gewinn, den das Unternehmen jemals vermittelt hat.
Von Pumpkin-Spice bis Kuscheldecke – mit 120 Millionen Euro auf dem Konto dürfte der Herbst für den Gewinner aus Mettmann nochmal eine ganz andere Qualität bekommen. Was man mit so einer Summe überhaupt anfangen soll, ist nochmal eine ganz eigene Frage, aber die darf er sich jetzt in aller Ruhe stellen.
Ganz leer gingen auch die anderen Mitspieler nicht aus. In der zweiten Gewinnklasse gab es laut WDR sieben Gewinnerinnen und Gewinner aus Hessen, Niedersachsen, Dänemark, Finnland, Norwegen, Polen und Schweden, die sich jeweils über knapp drei Millionen Euro freuen durften. Einer davon kommt aus der Wetterau in Hessen: Ihm fehlte laut Fuldaer Zeitung nur eine einzige Eurozahl zum ganz großen Wurf. Der Gewinn von 2,98 Millionen Euro wird ihm automatisch überwiesen, da er seinen Tipp online abgegeben hatte.
Für die Wetterau war es damit schon der zweite Millionen-Gewinn innerhalb weniger Tage – erst wenige Tage zuvor hatte dort bereits eine andere Spielerin mehr als 11,5 Millionen Euro gewonnen.
Der Eurojackpot wird immer dann richtig prall gefüllt, wenn lange niemand die Zahlen 5 aus 50 plus die Eurozahlen 2 aus 12 korrekt tippt. Ist die Obergrenze von 120 Millionen Euro erreicht, wandert überschüssiges Geld automatisch in die zweite Gewinnklasse – deshalb konnten sich dieses Mal auch die Spieler mit sechs Richtigen über richtig viel Kohle freuen. Am Eurojackpot nehmen laut Fuldaer Zeitung 19 europäische Länder teil, gezogen wird dienstags und freitags in Helsinki, koordiniert wird die Lotterie von Westlotto in Münster. Die Gewinnwahrscheinlichkeit für den Hauptgewinn liegt bei 1 zu 140 Millionen.
Schon bei der nächsten Ziehung lag der Jackpot übrigens wieder bei deutlich niedrigeren 10 Millionen Euro – alles baut sich eben von vorne auf.
Ganz neu ist der Höchstbetrag für deutsche Spieler nicht: Im September 2025 war schon einmal ein Eurojackpot von 120 Millionen Euro nach Berlin gegangen. Davor hatten bereits Spieler aus Baden-Württemberg (2025), Schleswig-Holstein (2023) und ebenfalls aus Berlin (2022) den Höchstbetrag abgeräumt. Der Berliner Gewinner von 2025 hatte sich laut WDR übrigens erst rund zwei Wochen nach der Ziehung bei der Lottogesellschaft gemeldet – Zeit genug, um das Ganze erstmal sacken zu lassen.
Ob der Gewinner aus Mettmann sich genauso viel Zeit lässt oder direkt zugreift, ist noch offen. Fest steht: Mit 120 Millionen Euro ist so ziemlich jeder Lebenstraum drin, von der neuen Wohnung bis zum goldenen Lamborghini. Wer selbst mitspielt, sollte aber nicht vergessen – bei Glücksspielen gibt’s auch eine hohe Suchtgefahr. Hilfe für Betroffene und Angehörige bietet unter anderem das NRW-Gesundheitsministerium.
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