NRW fördert 75 Sportprojekte mit 1,5 Millionen Euro: kostenlose Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote für Kinder, Senioren und vulnerable Gruppen in den…
Mehr Sport, mehr Bewegung, mehr Miteinander – das ist das Ziel hinter dem Landesprogramm „Sportplatz Kommune 2.0“. Die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen hat jetzt entschieden, welche Projekte gefördert werden. Insgesamt fließen rund 1,5 Millionen Euro in 75 Projekte, die zwischen dem 1. Juli 2026 und dem 31. Dezember 2027 umgesetzt werden. Egal ob ihr in einer Großstadt oder einer kleinen Gemeinde wohnt, die Chancen stehen gut, dass auch bei euch um die Ecke bald was Neues zum Bewegen entsteht.
Mit „Sportplatz Kommune 2.0“ will das Land den Aufbau von lokalen Netzwerken sowie kostenlose Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote fördern – und zwar für Kinder und Jugendliche genauso wie für ältere Menschen und besonders schutzbedürftige Gruppen. Damit knüpft das Programm an den Vorgänger „Sportplatz Kommune“ an, der laut der Staatskanzlei zwischen 2019 und 2022 bereits 135 Kommunen und 150 Bewegungsprojekte für Kinder und Jugendliche auf den Weg gebracht hat. Neu ist jetzt vor allem der erweiterte Zielgruppenkreis.
Zwischen dem 1. April und dem 31. Mai 2026 konnten Sportvereine, Vereine, Stiftungen oder auch Selbstständige mit sportfachlicher Qualifikation gemeinsam mit ihrer Kommunalverwaltung Anträge einreichen, wie aus dem Förderaufruf der Staatskanzlei hervorgeht. Gefördert werden können Projekte mit 5.000 bis 15.000 Euro pro Kalenderjahr, bei einer Förderquote von bis zu 100 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Bauliche Maßnahmen wie neue Sporthallen fallen aber nicht darunter – hier geht’s wirklich nur um die Angebote selbst.
Die Resonanz war riesig: Insgesamt sind 257 förderfähige Bewerbungen eingegangen. Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt Andrea Milz bezeichnet das als starkes Signal dafür, wie engagiert Vereine, Kommunen und zivilgesellschaftliche Initiativen sind, wenn es darum geht, Menschen aller Altersgruppen für Bewegung und Sport zu begeistern. Die Bandbreite der eingereichten Ideen reicht laut Staatskanzlei von klassischen Sport- und Bewegungsangeboten über gezielte Schwimmkurse bis hin zu inklusiven Projekten und Maßnahmen gegen Einsamkeit.
Am Ende wurden 75 Projekte ausgewählt. Dabei wurde laut Förderaufruf nicht nur auf die Qualität der Anträge geachtet, sondern auch darauf, dass die geförderten Projekte möglichst gleichmäßig über die 396 Städte und Gemeinden sowie die 54 kommunalen Untergliederungen in NRW verteilt sind. So soll die Wirkung für die Menschen vor Ort möglichst groß sein.
Jedes geförderte Projekt braucht ein Team aus mindestens zwei Partnern: einem lokalen Sportanbieter als Antragsteller und einer kommunalen Verwaltungseinheit als sogenannter „kommunaler Kümmerer“. Je nach Ausrichtung können weitere Partner wie Schulen, Kitas, Pflegedienste oder Seniorenvertretungen mit ins Boot geholt werden. Wichtig für alle neuen Angebote: Sie sollen ohne Vereinsmitgliedschaft zugänglich, kostenfrei oder zumindest günstig, wohnortnah und möglichst barrierefrei erreichbar sein. Und im besten Fall laufen sie sogar über das Förderende hinaus weiter.
Mit der Durchführung des Programms hat die Staatskanzlei den Landessportbund NRW beauftragt. Wer mehr über die konkret geförderten Projekte erfahren will, findet die vollständige Liste in der Anlage zur Förderentscheidung der Staatskanzlei.
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!