Die Bahnstrecke Köln–Aachen bleibt mindestens bis 10. August 2026 gesperrt – wir erklären dir, welche Züge fahren und was du jetzt wissen musst.
Wenn du regelmäßig mit dem Zug zwischen Köln und Aachen unterwegs bist, kennst du das Chaos der letzten Wochen schon zu gut. Und jetzt kommt der nächste Dämpfer: Die Sperrung der Bahnstrecke wurde erneut verlängert – mindestens bis zum 10. August 2026. Die Deutsche Bahn hat das auf WDR-Anfrage bestätigt.1 Wer also gehofft hatte, bald wieder entspannt in den Regionalexpress einzusteigen, muss weiter Geduld mitbringen.
Eigentlich lief alles nach Plan: Im Juli wurden im Bahnhof Horrem sowie zwischen Frechen-Königsdorf und Köln-Ehrenfeld Gleise und Weichen erneuert. Dann kam die Hiobsbotschaft: In der Nacht auf den 23. Juli entgleiste ein Bauzug – und zerstörte dabei gleich zwei wichtige Weichen. Nicht nur beschädigt, sondern zum Großteil komplett zerstört.1 Eine zunächst angepeilte Betriebsaufnahme Ende Juli wurde daraufhin ebenfalls abgesagt.
Das besondere Problem: Die benötigten „Weichengroßteile“ und Betonschwellen müssen in Sonderanfertigung produziert und geliefert werden. Das kostet Zeit – und die haben Pendler gerade gar nicht.1
Die Lage auf der Strecke ist alles andere als komfortabel. Hier der aktuelle Stand im Überblick:
Viele fragen sich, warum der private Betreiber National Express den Baustellenfahrplan nicht einfach weiterführt. Die Antwort: Personalplanung. Laut dem Unternehmen sind sie an tarifvertragliche Planungsfristen und Standorte gebunden. Um zusätzliche kurzfristige Zugausfälle zu vermeiden, werden die Züge auf dem Abschnitt zwischen Köln und Aachen daher vorübergehend durch Ersatzbusse ersetzt.1
Ein kleines Lichtblick-Päckchen gibt es immerhin für alle, die am Samstag zu den Kölner Lichtern wollen: Der Verkehrsverbund Go.Rheinland plant zusätzliche Ersatzfahrten rund um die Großveranstaltung. Die S19 soll mit Abfahrten um 0:40 Uhr und 1:40 Uhr ab Köln Hauptbahnhof Richtung Düren bis nach Aachen verlängert werden. Außerdem sollen Ersatzbusse zwischen Aachen und Köln in einem dichteren Takt fahren. Die genauen Fahrpläne sollten ab Freitag abrufbar sein.1
Wer jetzt denkt, einfach aufs Auto umzusteigen, sollte auch das gut planen. Wie wir in einem früheren Beitrag bereits berichtet haben, stehen im August auch auf der A61 bei Mönchengladbach gleich zwei Vollsperrungen an – Navi-Apps und Ausweichrouten sind also ohnehin das Gebot der Stunde.2 Zwischen Bahn-Chaos und Autobahn-Baustellen wird der August in NRW zur echten Geduldsprobe.
Die gute Nachricht zumindest für die fernere Zukunft: Für das Jahr 2029 ist die Generalsanierung der Strecke Köln–Aachen geplant.1 Bis dahin heißt es leider: Puffer einplanen, Alternativen kennen und am besten vor jeder Fahrt die aktuellen Infos checken – zum Beispiel auf Zuginfo.nrw.
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