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Bergische Kommunen gründen neues Zentrum gegen Kriminalität
26. Februar 2026

Bergische Kommunen gründen die GeKo Rhein-Wupper, um gemeinsam Kriminalität effektiver zu bekämpfen.

Bergische Kommunen bündeln Kräfte gegen Kriminalität

Die Städte Wuppertal, Leverkusen, Solingen, Remscheid und Langenfeld haben gemeinsam die „Gemeinsame Koordinierungsstelle Rhein-Wupper“ (GeKo) gegründet. Ziel ist ein schlagkräftiges kommunales Informations- und Expertise-Zentrum gegen Kriminalität. Mit diesem Zusammenschluss wollen die Kommunen kriminalitätsbekämpfende Maßnahmen effektiver und über Stadtgrenzen hinweg abgestimmt umsetzen.
Wuppertaler Rundschau
Stadt Wuppertal

Worum es geht

Die GeKo Rhein-Wupper wird als Austauschplattform und Beratungsstelle für kriminalitätsrelevantes Fachwissen in den beteiligten Städten dienen. Die Kommunen wollen Informationen zeitnah, lageangepasst und über Stadtgrenzen hinweg austauschen, um wirksamere präventive und – wenn nötig – auch repressive Maßnahmen zu ergreifen.

Die wichtigsten Fakten

Die Initiative richtet sich vor allem gegen Banden- und Clankriminalität, Sozialleistungsmissbrauch, Schleusung von ausländischen Personen und Menschenhandel, Problemimmobilien sowie gewerbliche Scheinkonstruktionen, sogenannte „Strohmann“-Betriebe und Geldwäsche. Besonders die Verzahnung mit Ordnungs- und Ermittlungsbehörden soll die Aufklärung und Verfolgung intensivieren.
Die Personalkosten für den erfahrenen Koordinator der GeKo in Wuppertal übernehmen die Kommunen gemeinsam. Zusätzlich unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen das Projekt mit 280.000 Euro.

Hintergrund

Durch ihre Außendienste, Gewerbemeldestellen und Liegenschaftsverwaltungen verfügen die Kommunen über vielfältiges Wissen zu Personen-, Unternehmens- und Immobilienverbindungen – wichtige Informationen, die Ermittlungsbehörden häufig fehlen. Durch gebündelten Austausch mit Behörden wie Zoll, Bundesagentur für Arbeit, Polizei oder Landesämtern werden fehlende Puzzleteilchen in Ermittlungsgruppen ergänzt.
Leverkusens Oberbürgermeister Hebbel betont die ganzheitliche Sichtweise: Bestehende Strukturen sollen beleuchtet, Geldwäsche erkannt und Sozialleistungsmissbrauch systematisch aufgedeckt werden.

Einordnung für NRW

Laut Remscheids Oberbürgermeister Wolff ist der Zusammenschluss historisch: „Mit der GeKo verzahnen wir kommunales Know-how in der Region so eng wie nie zuvor, um kriminellen Strukturen den Nährboden zu entziehen.“ Auch Solingens Oberbürgermeister Flemm hebt hervor, dass ein funktionierender Staat so nicht nur seine Ressourcen schützt, sondern das Vertrauen in die Demokratie stärkt.

Ausblick

Die GeKo wird ihre Arbeit gemeinsam mit einer Lenkungsgruppe und festen Ansprechpartnern in jeder Kommune aufnehmen. Ziel bleibt, die Widerstandsfähigkeit von Staat und Gesellschaft gegenüber organisierter Kriminalität zu erhöhen und kriminelle Strukturen nachhaltig zu bekämpfen.

Quellen

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