Böllerverbot in Kleve: SPD/Volt schlägt zentrale Feuerwerksstandorte als Alternative zum privaten Knallen vor.
In Kleve werden die Rufe nach einem kontrollierten Umgang mit Feuerwerken lauter. Die SPD/Volt-Fraktion setzt sich für ein kommunales Böllerverbot ein und schlägt als Alternative ausgewiesene zentrale Standorte für Feuerwerke vor. Ziel ist weniger Belastung für Mensch, Tier und Umwelt – bei gleichzeitiger Wahrung des Brauchtums.
Die SPD/Volt-Fraktion im Rat der Stadt Kleve hat einen Prüfantrag eingebracht, der ein Feuerwerksverbot im gesamten Stadtgebiet sowie die Einrichtung zentraler Feuerwerksstandorte in den einzelnen Stadtteilen und Ortschaften vorsieht. Die Verwaltung soll bis spätestens 30. April prüfen, wie dies praktisch umgesetzt werden kann (NN-Online).
Die Initiative reagiert auf eine wachsende Zahl kritischer Stimmen in der Bevölkerung. Hauptgründe sind starke Lärm- und Feinstaubbelastungen, erhöhte Verletzungsrisiken, erhebliche Sachschäden sowie häufige Einsätze von Rettungsdiensten und Feuerwehr. Besonders betroffen seien Kinder, ältere oder traumatisierte Menschen sowie Haus-, Nutz- und Wildtiere. Die Fraktion verweist zudem auf ein verschärftes Feuerwerksverbot in den Niederlanden für die Silvesternacht 2025/2026 – dadurch könnte es vermehrt zu einer Zuwanderung von Feuerwerks-Fans nach Kleve kommen.
Schon beim traditionellen Klever Lichterfest sprach sich die SPD/Volt-Fraktion dafür aus, klassische Feuerwerke durch Laser- und Lichtshows zu ersetzen – und erhielt dafür eine Mehrheit im Stadtrat. Laut SPD/Volt bleibt der Wunsch nach gemeinschaftlichen Feierlichkeiten und traditionellem Feuerwerk in der Bevölkerung bestehen, aber der Fokus solle weg vom unkontrollierten privaten Böllern hin zu zentral organisierten Veranstaltungen verlagert werden (NN-Online).
Die SPD/Volt-Fraktion sieht den Ansatz bereits anderswo in der Praxis: Einschränkungen für privates Feuerwerk seien deutschlandweit zum Teil etabliert und hätten sich als Mittel zur Verbesserung von Sicherheit sowie Umwelt- und Tierschutz bewährt. Gleichzeitig erleichtern sie die Planbarkeit für Ordnungs- und Rettungsdienste.
Ziel des Antrags ist eine sachliche Entscheidungsgrundlage für ein neues Regelwerk zum Umgang mit Feuerwerk in Kleve. Zentral ist dabei, eine Balance zwischen Sicherheitsinteressen, Umwelt- und Tierschutz sowie dem Bedürfnis nach gemeinschaftlicher Festkultur zu finden. Der Prüfauftrag der Verwaltung läuft bis 30. April.
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