Vier Brände in nur zwei Stunden: In Köln-Seeberg und Chorweiler ermittelt die Polizei wegen Brandstiftungsverdacht und sucht nach Zeugen.
Die Feuerwehr in Köln hatte in der Nacht zu Dienstag echt viel zu tun. Was erst wie ein einzelner Einsatz in Seeberg aussah, hat sich zu einer kompletten Brand-Serie entwickelt: Innerhalb von rund zwei Stunden rückten die Einsatzkräfte gleich viermal aus – in Seeberg und in Chorweiler.1 Und das Beste (bzw. Schlimmste) daran: Die Polizei schließt mittlerweile nicht mehr aus, dass die Feuer zusammenhängen.1
Um 2.53 Uhr ging der erste Notruf ein. An der Herstattallee in Seeberg stand die Ladefläche eines abgestellten Lastwagens in Flammen. Die Ladung wurde komplett zerstört, der Lkw selbst erheblich beschädigt – zum Glück griffen die Flammen aber nicht auf die Umgebung über.1
Keine Stunde später, um 3.32 Uhr, war erneut Seeberg dran: Auf dem Gehweg der Ludwig-Gies-Straße brannte Sperrmüll auf rund zwei Quadratmetern – Holzschränke und das Gestell eines Kühlschranks standen in Flammen. Nach etwa einer halben Stunde hatte die Feuerwehr das im Griff.1
Richtig heftig wurde es dann ab 4.15 Uhr an der Osloer Straße in Chorweiler. Vor einem Mehrfamilienhaus brannten zwei Mülltonnen – die Polizei spricht sogar von einem ganzen Müllcontainer. Der Rauch zog bis in die Flure des Hochhauses und löste dort den Feueralarm aus, weshalb die Feuerwehr mit einem Großaufgebot anrücken musste.1
Zwei Männer hatten versucht, die brennenden Tonnen wegzuziehen, und wurden danach wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung von Rettungskräften versorgt. Ins Krankenhaus mussten sie zum Glück nicht. Gegen 5.01 Uhr war der Brand gelöscht, die Einsatzkräfte kontrollierten und lüfteten das Gebäude durch, bevor alle Bewohnerinnen und Bewohner zurück in ihre Wohnungen konnten.1
Fast zeitgleich, um 4.25 Uhr, gab es noch einen vierten Brand an der Florenzer Straße in Chorweiler: Auf einer Baustelle stand ein Müllcontainer unter einem Gerüst in Flammen. Die Einsatzkräfte hatten das Feuer schnell unter Kontrolle, verletzt wurde hier niemand.1
Weil die Brandorte dicht beieinander liegen und die Feuer kurz nacheinander ausbrachen, prüfen die Ermittler jetzt, ob da ein Zusammenhang besteht. Das Kriminalkommissariat 15 ist auf der Suche nach Zeugen, die rund um die Brandorte verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt haben. Auch Hinweise zur Brandursache sind für die Ermittler wichtig.1
Wer etwas gesehen hat, kann sich unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de bei der Polizei melden.1
Aus dem ursprünglichen Einsatz in Seeberg ist eine ganze Brand-Nacht geworden – mit vier Feuern in nur zwei Stunden. Ob da wirklich jemand gezielt gezündelt hat, müssen jetzt die Ermittlungen zeigen. Bis dahin bleibt’s spannend, und Antenne NRW hält euch auf dem Laufenden.
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