Bundesweiter Streik im Straßenbau 2026: Massive Verkehrsbehinderungen, alle Fakten und Hintergründe hier.
Heute, am 20. Januar 2026, beteiligen sich bundesweit tausende Beschäftigte an einem Streik im Straßenbau. Betroffen sind sowohl die Autobahn GmbH des Bundes als auch zahlreiche Landesstraßenbauverwaltungen. Autofahrer müssen insbesondere in Nordrhein-Westfalen mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen rechnen.
Die Gewerkschaft ver.di hat für heute einen bundesweiten Branchenstreiktag ausgerufen. Hintergrund sind laufende Tarifverhandlungen für Beschäftigte der Autobahn GmbH des Bundes sowie der Landesstraßenbauverwaltungen der Länder. Über DGB werden die Tarifforderungen und Streikmaßnahmen koordiniert.
Insgesamt sind rund 14.000 Beschäftigte der Autobahn GmbH und mehrere Tausend der Landesbehörden zu den Protestmaßnahmen aufgerufen. Die Warnstreiks finden an 18 Standorten im ganzen Bundesgebiet statt. Besonders betroffen sind laut n-tv zahlreiche Tunnel und Außenstellen in Nordrhein-Westfalen, aber auch in Städten wie Hamburg, Köln und Berlin.
Ver.di fordert eine Gehaltserhöhung von 7 Prozent pro Monat, mindestens jedoch 300 Euro. Gerade die unteren Lohngruppen und Nachwuchskräfte sollen von der Mindeststeigerung profitieren. Die Gewerkschaft kritisiert, dass bislang kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeberseite vorliegt und drängt auf attraktive Arbeitsbedingungen.
Autofahrer in Nordrhein-Westfalen müssen heute mit massiven Einschränkungen rechnen. Am Nachmittag werden sämtliche 28 Landestunnel bestreikt. Auch in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Hamburg kommt es zu Arbeitskampfmaßnahmen an Straßenmeistereien, Verkehrs- und Tunnelleitzentralen. Für Notfälle sind nach Angaben der Gewerkschaft Notdienste eingerichtet (Landtag Baden-Württemberg).
Mit dem Warnstreik sollen die Arbeitgeber zu verhandlungsfähigen Angeboten bewegt werden. Christine Behle, stellvertretende ver.di-Vorsitzende, betont: „Straßen sind der Verkehrsträger Nummer 1 in Deutschland“. Die Beschäftigten setzen sich mit den heutigen Protesten für eine angemessene Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen ein (auto motor und sport).
Ob die Arbeitgeber auf die Forderungen bald eingehen, bleibt offen. Klar ist: Sollten keine substantiellen Angebote folgen, sind weitere Arbeitskampfmaßnahmen im Straßenbaubereich möglich.
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