Cannabis-Plantage in Winterberg-Langewiese ausgehoben: Die Polizei sicherstellte über 1.000 Pflanzen mit einem Straßenwert von bis zu 800.
Das klingt nach einer Szene aus einer Netflix-Serie – ist aber bittere Realität direkt in NRW: In Winterberg-Langewiese haben Kriminalbeamte der Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis am Donnerstagmorgen, dem 17. September 2026, eine professionell betriebene Cannabis-Aufzuchtanlage erheblichen Ausmaßes ausgehoben. Der Fund ist beeindruckend – und erschreckend.1
Stell dir vor, du öffnest eine Tür und stehst plötzlich vor Hunderten von Cannabispflanzen. Genau das ist den Einsatzkräften passiert. Konkret sichergestellt wurden:1
Die gesamte Anlage sowie alle Pflanzen und Setzlinge wurden sichergestellt. Nach einer ersten kriminalpolizeilichen Einschätzung hätte die Aufzucht bei entsprechender Entwicklung und Ernte einen Ertrag von etwa 60 bis 80 Kilogramm Cannabis ermöglichen können. Der potenzielle Straßenverkaufswert wird – je nach Qualität, Wirkstoffgehalt und Verkaufsform – auf rund 600.000 bis 800.000 Euro geschätzt. Diese Angaben sind allerdings vorläufig und Gegenstand der weiteren Ermittlungen.1
Ausgangspunkt der Ermittlungen war kein Zufall – sondern ein aufmerksamer Hinweis aus der Bevölkerung. Die Polizei ging diesem konsequent nach, die Hinweise erhärteten sich, und schließlich wurde die Durchsuchung des Objekts angeordnet. Kriminalrat Deniz Özkan, Leiter der Kriminalpolizei, macht dabei deutlich, wie wichtig das Engagement der Menschen vor Ort ist:1
„Der Umfang der aufgefundenen Anlage und die zu erwartenden Ertragsmengen verdeutlichen die erhebliche Dimension der hier betriebenen Cannabisaufzucht. Ausgangspunkt unserer Ermittlungen war ein Hinweis aus der Bevölkerung, dem wir konsequent nachgegangen sind. Dieser Fall zeigt, welchen wichtigen Beitrag aufmerksame Bürgerinnen und Bürger zur polizeilichen Arbeit leisten können. Daher möchten wir die Bevölkerung ausdrücklich ermutigen, verdächtige Wahrnehmungen der Polizei mitzuteilen.“1
In dem Objekt trafen die Kriminalbeamten einen 50-jährigen Mann an, bei dem es sich um einen albanischen Staatsangehörigen handelt. Er wurde vorläufig festgenommen und sollte am Freitag, dem 18. September 2026, dem Haftrichter in Brilon vorgeführt werden. Die weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen – insbesondere zu den Hintergründen der Anlage und möglichen weiteren Tatbeteiligten – dauern an.1
Der Fund in Winterberg-Langewiese ist ein starkes Signal: Organisierte Drogenkriminalität macht auch vor dem Sauerland nicht halt. Gleichzeitig zeigt der Fall aber auch, dass wachsame Augen in der Nachbarschaft einen echten Unterschied machen können. Wer verdächtige Wahrnehmungen macht, sollte diese direkt bei der Polizei melden – genau das hat in diesem Fall dazu beigetragen, eine Plantage mit einem potenziellen Straßenwert von bis zu 800.000 Euro auffliegen zu lassen.1
Wo genau wurde die Cannabis-Plantage entdeckt?
Die Plantage wurde am 17. September 2026 bei einer Durchsuchungsmaßnahme in Winterberg-Langewiese im Hochsauerlandkreis gefunden.
Wie viele Pflanzen wurden sichergestellt?
Die Beamten stellten insgesamt 213 ausgewachsene Cannabispflanzen, 637 Setzlinge sowie 207 bereits abgeerntete Pflanzen sicher.
Wie hoch war der potenzielle Straßenwert der Ernte?
Nach vorläufiger Schätzung der Kriminalpolizei hätte die Ernte einen Straßenverkaufswert von etwa 600.000 bis 800.000 Euro erzielen können – abhängig von Qualität, Wirkstoffgehalt und Verkaufsform.
Wer wurde festgenommen?
In dem Objekt wurde ein 50-jähriger albanischer Staatsangehöriger angetroffen und vorläufig festgenommen. Er sollte dem Haftrichter in Brilon vorgeführt werden.
Wie kam die Polizei auf die Spur der Plantage?
Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis aus der Bevölkerung, dem die Kriminalbeamten der Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis konsequent nachgegangen sind.
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