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Dat verjesse mer nit: AnnenMayKantereit rocken das ausverkaufte Rhein-Energie-Stadion
12. Juli 2026

AnnenMayKantereit begeisterten 45.000 Fans im ausverkauften Rhein-Energie-Stadion – mit Hits, neuen Songs und einem emotionalen Moment für ganz Köln.

45.000 Menschen, eine Stadt und ihre Wunden

Was für ein Abend! AnnenMayKantereit haben am Samstagabend ihr zweites Stadionkonzert im Rhein-Energie-Stadion gespielt – und dabei vor rund 45.000 ausverkauften Rängen Gänsehaut-Momente geliefert, die so schnell niemand vergessen wird.1 Köln war an diesem Abend nicht einfach Kulisse. Köln war der Mittelpunkt.

Denn Henning May ließ es sich nicht nehmen, mitten im Zuschauerraum an eine der schmerzhaftesten Erinnerungen der jüngeren Stadtgeschichte zu erinnern: den Einsturz des Stadtarchivs an einem Dienstag im März – Trümmer, zwei Tote, ein Loch, das jahrelang blieb. „Dat verjesse mer nit / Wie es damals eingestürzt ist“ – dieser Moment, gesungen inmitten der Menge, machte aus einem Rockkonzert etwas ganz Besonderes: ein kollektives Erinnern.1

Schmetterlinge, Karneval und ein FC-Trikot

Wer AnnenMayKantereit kennt, weiß: Diese Band schreibt Lieder für den Augenblick. Lieder, die kurz umherflattern und dann vergehen – wie Schmetterlinge eben.1 Die Ballade „Schmetterling“ über die Vergänglichkeit hatte May beim ersten Stadionkonzert 2023 noch als einmaliges Erlebnis angekündigt. Am Samstag kehrte der traurige Schmetterling zurück – diesmal über die Erinnerung an die Archivtrümmer gelegt.1

Aber keine Sorge: Henning May ließ die Stimmung nicht im Melancholischen versinken. „Das zweite Lied ist glücklich“, versprach er – und was macht Kölnerinnen und Kölner glücklicher als der Karneval? Für diesen Moment hatte sich May sogar ein FC-Trikot übergestreift, laut eigener Aussage der einzige Kleiderwechsel, den er je auf der Bühne gemacht hat.1 Typisch Köln, typisch AnnenMayKantereit.

Von Sülzer Schülern zu Stadion-Helden

Dass diese Band mal in einem ausverkauften Stadion stehen würde, war nicht immer absehbar. Christopher Annen, Severin Kantereit und Henning May gründeten die Band 2011 als drei Schüler am Schiller-Gymnasium in Sülz.1 Wer den schmächtigen Jungen mit dem erstaunlichen Bariton damals an der Ehrenstraße als Straßenmusiker gesehen hat, ahnte vielleicht schon: Da steckt mehr dahinter.

Heute sind die drei keine Schülerband mehr, die in der Aula spielt – sie sind arrivierte Musiker, die ein Stadion füllen und dabei trotzdem so klingen, als würden sie direkt zu dir sprechen.1 Das erste Stadionkonzert fand 2023 statt, das zweite folgte nun am Samstagabend – und beide Male war das Rhein-Energie-Stadion ausverkauft.1

Neue Songs inklusive – die Zukunft klingt gut

Neben den bekannten Hits hatten AnnenMayKantereit auch einige neue Songs im Gepäck, die bisher noch nicht veröffentlicht sind.1 Wer also dabei war, hat exklusive Einblicke in das bekommen, was noch kommen könnte. Klingt nach einem sehr guten Grund, die Band weiter im Blick zu behalten!

Fazit: Ein Abend, den Köln so schnell nicht vergisst

Dat verjesse mer nit – das gilt nicht nur für das Stadtarchiv, sondern auch für diesen Abend. AnnenMayKantereit haben gezeigt, dass sie nicht nur eine Kölner Band sind, sondern DIE Kölner Band. Mit Herz, Haltung und Bariton. Wer nicht dabei war: Augen auf beim nächsten Mal – denn Tickets für solche Abende sind schneller weg, als du „Schmetterling“ sagen kannst.

Quellen

  1. „Dat verjesse mer nit“ AnnenMayKantereit singen im ausverkauften Stadion von Kölns Wunde – Kölnische Rundschau


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