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Der Pelz ist wieder da! Modecomeback und Kontroverse um Pelzmode
29. Januar 2026

Pelz-Mode feiert ihr Comeback: Vintage, Fake Fur & Kontroverse in Stuttgart. Fakten & Debatte zum Modetrend Pelz 2026.

Worum es geht

Pelz feiert ein überraschendes Comeback in der Mode – nicht nur auf internationalen Laufstegen, sondern auch in deutschen Städten wie Stuttgart. Insbesondere Vintage-Pelze und Pelzimitate sind wieder gefragt. Doch das Revival spaltet nach wie vor die Meinungen: Während einige den Look feiern, kritisieren Tierschützer wie Peta die Entwicklung erneut scharf.

Die wichtigsten Fakten

Auf den Straßen und in den sozialen Medien sieht man diese Saison wieder häufiger Pelzmäntel und Jacken – dabei bleibt oft offen, ob es sich um Echtpelz oder Fake Fur handelt. Viele große Modemarken wie Chanel oder Saint Laurent haben Echtpelz aus ihren Kollektionen gestrichen, doch das Interesse an Vintage-Echtpelz ist durch Secondhand-Plattformen und Auktionshäuser wie Eppli in Stuttgart deutlich gestiegen (Stuttgarter Zeitung).

Hintergrund: Zwischen Statement und Nachhaltigkeit

Neue Modetrends wie der „Mob Wife Style“ setzen bewusst auf auffällige Outfits mit voluminösem Pelz, Goldschmuck und Animalprints. Das Comeback ist nicht nur eine Frage des Stils, sondern berührt auch das Thema Nachhaltigkeit. Viele Käuferinnen und Käufer entscheiden sich bewusst für Secondhand-Pelze, da sie neue Pelzprodukte ablehnen und gebrauchte Stücke als nachhaltiger ansehen, als neue Kunstpelze aus Plastik (Stuttgarter Zeitung).

Einordnung für NRW

Auch in Städten wie Düsseldorf und Köln könnten die Tendenzen, die in Stuttgart zu beobachten sind, Einzug halten: Secondhand-Boutiquen und Vintage-Angebote werden in ganz NRW abseits großer Modemetropolen immer beliebter. Gerade junge Menschen und Modeinteressierte greifen für ein nachhaltiges Statement gezielt zu Pelz aus dem Kleiderschrank der Oma oder von Flohmärkten. Plattformen wie TikTok befeuern den Trend und zeigen eine neue, selbstbewusste Generation, die Vintage-Mode als Zeichen für Individualität deutet (Stuttgarter Zeitung).

Kontroverse um Tierwohl

Tierschutzorganisationen zeigen sich besorgt: Nach Ansicht von Peta macht auch das Tragen von gebrauchtem Pelz den Look gesellschaftsfähig und vermittelt Akzeptanz für Pelzmode. Peta empfiehlt, geerbte Pelze an Tierheime zu spenden oder durch Farbsprays unbrauchbar zu machen. Der Vorwurf: Pelztierhaltung verursache unnötiges Leid und sei grundsätzlich nicht mit Tierwohl vereinbar (Stuttgarter Zeitung).

Ausblick

Der neue Hype um Pelz bleibt ein Balanceakt zwischen Mode, Nachhaltigkeit und ethischer Verantwortung. Klar ist: Die Debatte um Echt- und Kunstpelz wird mit steigender Sichtbarkeit der Pelzmode auf den Straßen und online nicht abreißen. Wie sich die Modewelt in NRW dazu künftig positioniert, bleibt spannend – insbesondere mit Blick auf junge Zielgruppen, Secondhand-Trends und Tierschutzinitiativen.

Quellen

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