NRW und Hamburg wollten ein flexibles Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrer – doch die Debatte wurde vertagt.
Eigentlich sollte es ein großes Thema bei der Verkehrsministerkonferenz im bayerischen Hohenschwangau werden: ein flexibles Deutschlandticket für alle, die nur hin und wieder Bus und Bahn fahren. Wie der Deutschlandfunk berichtet, wurde das Thema jedoch von der Tagesordnung gestrichen – die Debatte darüber ist also erstmal vertagt.
Die Idee dahinter kam ursprünglich von Nordrhein-Westfalen und Hamburg. Statt wie bisher eine feste monatliche Gebühr zu zahlen, sollen Gelegenheitsfahrer ihre Einzelfahrten künftig ganz einfach über eine App abrechnen können. Der reguläre Monatspreis des Deutschlandtickets würde dabei als Kostenobergrenze dienen – wer also viel unterwegs ist, zahlt am Ende nicht mehr als mit dem klassischen Ticket.
Spannend wird’s aber bei der neuen, digitalen Ticketform, die zusätzlich im Gespräch ist: Hier soll es laut einem Bericht des Traunsteiner Tagblatts ausdrücklich keinen Preisdeckel geben. Heißt also: Anders als beim regulären Deutschlandticket mit Kostenobergrenze gilt bei diesem neuen digitalen Angebot keine Grenze nach oben.
Kritik an dem gesamten Vorstoß kam unter anderem vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, wie das Traunsteiner Tagblatt berichtet. Ob und wie eine solche flexible Lösung am Ende tatsächlich bundesweit kommt, ist also noch längst nicht in trockenen Tüchern.
Warum wurde das Thema überhaupt erstmal von der Tagesordnung genommen? Laut Deutschlandfunk gibt es vor allem in Bayern Skepsis, was die Finanzierbarkeit eines solchen Modells angeht. Eine bundesweite Umsetzung ist also weiterhin offen – wann und ob sich die Verkehrsminister auf eine gemeinsame Linie einigen, steht in den Sternen.
Fest steht: Die Verkehrsministerkonferenz in Hohenschwangau ist mit diesem Thema noch nicht durch. Laut Deutschlandfunk ging es am Folgetag weiter – unter anderem um die geplante Schienenmaut und das Niedrigwasser in deutschen Flüssen. Das Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrer bleibt also vorerst eine Idee auf Eis, die durchaus Potenzial hätte, gerade für alle, die nicht jeden Tag mit Bus und Bahn unterwegs sind.
Für alle, die aktuell überlegen, ob sich das Deutschlandticket überhaupt lohnt: Noch ändert sich erstmal nichts. Der reguläre Monatspreis bleibt bestehen, und auch die neue flexible Variante für Gelegenheitsfahrer ist noch nicht spruchreif. Bleibt spannend, ob und wann sich hier auf Bundesebene doch noch etwas bewegt – gerade NRW und Hamburg scheinen jedenfalls am Ball zu bleiben.
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