Drogen-Giftmüll in NRW: Das Landeskriminalamt warnt vor illegal entsorgten Drogenabfällen. Gefahr für Umwelt und Gesundheit!
In Nordrhein-Westfalen wächst die Sorge wegen illegal entsorgtem Drogen-Giftmüll. Das Landeskriminalamt NRW warnt aktuell eindringlich vor einer steigenden Anzahl solcher Fälle, besonders nahe der niederländischen Grenze.
Betroffen sind nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit von Menschen und Tieren. (RTL)
Vergangenes Jahr entdeckten Ermittler 51.000 Liter Giftmüll in Containern in Stolberg bei Aachen – der bislang größte Einzelfund. 2025 wurden insgesamt mehr als 112.000 Liter Drogenabfälle in NRW sichergestellt.
Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen, denn die Taten geschehen meist unbemerkt bei Nacht. In den Niederlanden sind Polizei und Justiz den Tätern inzwischen auf der Spur, weshalb Kriminelle den Abfall verstärkt in NRW abladen. (RTL)
Der Giftmüll stammt aus illegalen Drogenlaboren – sogenannte „Drogenküchen“. Forscher warnen davor, dass solche Abfälle hochgiftig sind und bei unsachgemäßer Entsorgung eine Gefahr für Grundwasser, Flüsse, Tiere, Pflanzen und letztlich auch die Lebensmittelproduktion darstellen. Bei einer Laboruntersuchung in Düsseldorf wurden die toxischen Überreste analysiert.
Bislang gab es in Nordrhein-Westfalen keine Verletzten durch diese Abfälle. (RTL)
Illegale Entsorgungsorte sind oft Parkplätze, Äcker, Wälder oder Flussnähe. Besonders im Grenzgebiet zu den Niederlanden nimmt das Problem zu. Die Täter nutzen meist die Nachtstunden, um nicht entdeckt zu werden. Die Polizei sieht bislang keine Hinweise auf eine Verbindung zur sogenannten Mocro Mafia.
Auch in NRW wurden schon Drogenlabore entdeckt – 2018 beispielsweise auf einem Bauernhof, wo der Müll sogar in der gelben Tonne landete. Die Entsorgungskosten sind erheblich und können bis zu 100.000 Euro betragen, je nachdem, ob es sich um Privateigentum oder öffentliche Flächen handelt. (RTL)
Laut Landeskriminalamt sind viele Bürger mit dem Problem „Dumping“ – dem illegalen Ablagern von Giftmüll – noch nicht vertraut. Daher setzt man verstärkt auf Aufklärung: Wer verdächtige Kanister oder Fässer entdeckt, soll unbedingt Abstand halten und sofort Polizei oder Feuerwehr informieren. Ziel ist ein stärkeres Bewusstsein für die Gefahr und eine sichere Entsorgung solcher toxischer Abfälle.
Die Behörden appellieren, keinesfalls selbst Kontakt mit möglichen Drogenabfällen aufzunehmen. (RTL)
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