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Ehrenmord 2017: Der Fall Zare in Köln-Buchheim
27. Mai 2026

Ehrenmord 2017: Der Fall Zare aus Köln sorgt für Entsetzen. Hintergründe, Fakten und Einordnung für NRW jetzt lesen.

Worum es geht

Im Januar 2017 wurde die 19-jährige Zare, ursprünglich aus dem Irak stammend und in Köln-Buchheim wohnhaft, von ihrem Vater erwürgt. Der Fall gilt als Ehrenmord und lenkt den Fokus erneut auf das Thema Gewalt im Namen familiärer Vorstellungen.

Die wichtigsten Fakten

Zare, Jahrgang 1997, war zum Tatzeitpunkt 19 Jahre alt und verheiratet. Es wird von einer Zwangsheirat ausgegangen, zumal Hinweise darauf vorliegen, dass sie sich möglicherweise trennen wollte. In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar 2017 tötete ihr 44-jähriger Vater sie durch Erdrosseln, ließ die Leiche im Auto seiner Garage und floh vermutlich in den Irak. Am 6. Januar 2017 informierte er die Polizei telefonisch über die Tat. Die Polizei fand die Leiche; der Fundort war jedoch nicht der Tatort. (ehrenmord.de)

Hintergrund

Die Familie lebte zu diesem Zeitpunkt bereits acht Jahre zurückgezogen in Deutschland. Nachbarn berichteten von wiederholten Schreien aus der Wohnung, auch in der Tatnacht, und vorangegangenen Polizeieinsätzen. Zare hatte vier jüngere Geschwister. Die gesamte Familie verweigerte jegliche Kooperation mit den Behörden. Im Umfeld kursierten Gerüchte zu einer möglichen Schwangerschaft Zares sowie einer Beziehung zu einem Freund, der nicht deutscher Herkunft war. (ehrenmord.de)

Einordnung für NRW

Ehrenmorde und familiäre Gewalt sind auch in Nordrhein-Westfalen ein gesellschaftlich relevantes Thema. Fälle wie der von Zare zeigen, dass soziale Isolation und traditionelle Rollenbilder die Integration erschweren und Gewalt begünstigen können. Die Polizei und Behörden stehen dabei oft vor dem Problem mangelnder Kooperation aus dem familiären Umfeld der Opfer.

Ausblick

Der tragische Fall Zare aus Köln-Buchheim zeigt, wie wichtig Präventionsmaßnahmen und niedrigschwellige Hilfsangebote für betroffene Frauen und Familien mit Migrationsgeschichte sind. Beratungsstrukturen, Aufklärung und zivilgesellschaftliches Engagement bleiben zentrale Hebel, um Ehrenmorde künftig noch wirksamer zu verhindern.

Quellen

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