Die Pläne für den Ausbau und die Elektrifizierung der Erftbahn zwischen Kerpen und Bergheim liegen aus. So könnt ihr jetzt mitreden und Einwendungen einreichen.
Gute Nachrichten für alle, die regelmäßig zwischen Kerpen und Bergheim unterwegs sind: Die Erftbahn soll ausgebaut und elektrifiziert werden, damit sie künftig als S-Bahn ins Kölner Netz eingebunden werden kann. Jetzt ist ein wichtiger Zwischenschritt geschafft – die Planungsunterlagen für den zweiten Bauabschnitt liegen öffentlich aus. Wenn du also wissen willst, was genau in deiner Nachbarschaft geplant ist, kannst du jetzt mitreden.
Konkret geht es um den Abschnitt zwischen Kerpen-Horrem und Bergheim-Quadrath-Ichendorf. Das ist der sogenannte Planfeststellungsabschnitt 2 des gesamten Ausbauprojekts. Wie die Rheinischen Anzeigenblätter berichten, sind in diesem Bereich unter anderem neue Oberleitungsanlagen und die Stromversorgung geplant, dazu Anpassungen an Gleisen und Bauwerken sowie der Umbau des Bahnübergangs Sandstraße in Ichendorf. Außerdem soll ein Unterwerk für die Bahnstromversorgung entstehen, ergänzt um Schallschutzmaßnahmen.
Spannend dabei: Die Strecke war früher schon mal elektrifiziert, die Stromleitungen wurden aber irgendwann zurückgebaut. Teilweise sind laut den Rheinischen Anzeigenblättern noch die alten Strommasten zu erkennen – jetzt kommt die Technik quasi zurück.
Die Offenlage läuft bis einschließlich Donnerstag, 26. November 2026. In diesem Zeitraum könnt ihr die kompletten Planungsunterlagen online im Antrags- und Beteiligungsportal des Bundes einsehen. Dazu gehören laut dem Eisenbahnjournal Zughalt.de unter anderem Lage- und Grunderwerbspläne sowie Untersuchungen zu Schall, Erschütterungen, Umwelt und Artenschutz. Damit könnt ihr genau prüfen, ob eure eigenen Grundstücke oder Interessen von dem Bauprojekt betroffen sind.
Wer durch die Pläne in eigenen Rechten oder Belangen betroffen ist, hat die Möglichkeit, Einwendungen zu erheben – und zwar bis einschließlich Dienstag, 8. Dezember 2026. Das Ganze läuft digital über das Beteiligungsportal des Bundes oder direkt beim Eisenbahn-Bundesamt, wie beide Quellen übereinstimmend berichten. Laut den Rheinischen Anzeigenblättern sollte die Einwendung das Geschäftszeichen des Vorhabens sowie Vor- und Nachname und Anschrift enthalten.
Relevant sind dabei vor allem Themen wie Eingriffe in Grundstücke, mögliche Belastungen durch Lärm und Erschütterungen während der Bauzeit sowie Flächen, die vorübergehend für die Bauarbeiten gebraucht werden. Das Verfahren selbst läuft als offizielles Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahn-Bundesamt – maßgeblich sind dabei immer die Angaben aus der offiziellen Bekanntmachung des Amtes.
Mit der Offenlage ist die Planung für den Ausbau und die Elektrifizierung der Erftbahn einen weiteren formalen Schritt weiter. Für alle Pendler und Anwohner in der Region ist das ein klares Zeichen: Das Projekt nimmt langsam, aber sicher konkrete Formen an. Bis die Erftbahn tatsächlich als elektrifizierte S-Bahn-Strecke durch Kerpen und Bergheim rollt, dauert es zwar noch, aber die Weichen dafür werden jetzt gestellt. Wer mitreden will, sollte die Fristen im Blick behalten – nach dem 8. Dezember 2026 ist es für Einwendungen in diesem Abschnitt erstmal vorbei.
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