Am Rheinufer in Neuss-Uedesheim wurde eine illegale Fischreuse entdeckt. Die Wasserschutzpolizei ermittelt wegen Fischwilderei und sucht dringend Zeugen.
Ein aufmerksamer Angler hat am Mittwochmittag, dem 5. August, gegen 12:30 Uhr, am linken Rheinufer in Neuss-Uedesheim (Rhein-km 729) etwas Verdächtiges entdeckt — und damit die Wasserschutzpolizei auf den Plan gerufen. Was er fand, war keine harmlose Schnur, sondern der Hinweis auf einen Fall von Fischwilderei.1
Dem Angler fiel eine schwarze Schnur auf, die an einen am Ufer liegenden Stein geknotet war und ins Wasser führte. Neugierig wie man eben so ist, löste er den Knoten und zog an der Schnur — und zum Vorschein kam eine fangbereite Fischreuse.1
Daraufhin meldete er seinen Fund der Wasserschutzpolizeiwache Düsseldorf. Die eingesetzten Beamten rückten aus und stellten die Reuse sicher. Bei der Untersuchung zeigte sich: In der Reuse befanden sich ein Stein zum Beschweren sowie organisches Material, bei dem es sich vermutlich um Köder handelt. Fische waren zum Zeitpunkt der Sicherstellung nicht darin enthalten.1
Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen wegen Fischwilderei aufgenommen. Wer Hinweise geben kann, wem die Reuse gehört oder wer sie dort platziert hat, sollte sich unbedingt melden. Jede Information kann helfen, den oder die Verantwortlichen zu finden.1
Vielleicht fragst du dich, warum hier die Polizei Duisburg zuständig ist, obwohl der Fund in Neuss gemacht wurde. Ganz einfach: Die Polizei Duisburg ist organisatorisch landesweit für die Wasserschutzpolizei in Nordrhein-Westfalen verantwortlich. Das heißt, egal ob am Rhein in Neuss, in Düsseldorf oder in Duisburg — die Wasserschutzpolizei aus Duisburg ist dein Ansprechpartner, wenn es um Vorfälle auf und am Wasser geht.1
Wer denkt, eine illegal aufgestellte Fischreuse sei eine Kleinigkeit, irrt sich gewaltig. Fischwilderei ist eine Straftat und kann empfindliche Konsequenzen haben. Fischreusen dürfen nur von Personen mit gültigem Fischereirecht und entsprechender Genehmigung eingesetzt werden. Wer sie heimlich und ohne Erlaubnis ins Wasser hängt, macht sich strafbar — und schadet gleichzeitig dem Ökosystem unserer Flüsse.1
Dass der Fund überhaupt gemacht wurde, ist dem aufmerksamen Angler zu verdanken. Ein schönes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, bei ungewöhnlichen Dingen am Ufer genauer hinzuschauen und im Zweifel die Behörden zu informieren. Also: Augen auf beim nächsten Angelausflug am Rhein!
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