Köln: Frauen sorgen mit provokativer Spendenaktion für viralen Hit – mit überraschender Auflösung. Jetzt alle Fakten lesen!
In Köln sorgte eine besonders ungewöhnliche Spendenaktion für großes Aufsehen – und wurde schnell zum viralen Hit in den sozialen Medien. Drei Künstlerinnen brachten mit einer provokanten Performance zahlreiche Passanten zum Staunen. Die Auflösung überraschte viele.
Am 20. September stand in der Kölner Innenstadt ein Karton mit der Aufschrift „Such dir eine aus! Pro Einblick 1 Euro“. Dahinter präsentierten sich drei Frauen scheinbar mit nacktem Oberkörper und silbernen Boxen auf Brusthöhe. Sie boten Passanten an, für einen Euro durch ein Guckloch einen „privaten Einblick“ zu erhaschen. Die Aktion wurde von der Comedy-Autorin Sylvia Borges organisiert, unterstützt von Michelle Paninka, Lynn Joanna Hasselmann und Larissa Strauch.
Das Video zur Performance ging auf Instagram und TikTok viral. Viele Passanten – überwiegend Männer, aber auch Frauen – zahlten, um einen Blick in die Boxen zu werfen. Doch statt wie womöglich erwartet Brüste zu sehen, erschien auf einer Karte ein Dank der Hilfsorganisationen Unicef, Save The Children oder Ärzte ohne Grenzen für die getätigte Spende. Die eigentliche Spendenabsicht blieb zunächst verborgen und wurde erst beim Blick in die Box offensichtlich.
Die Resonanz war enorm positiv: Das Video erreichte bereits 350.000 Menschen und sorgte in den Kommentaren für viel Zuspruch (Kölner Stadt-Anzeiger).
Ein Tag vor der Performance hatten dieselben Initiatorinnen direkt nach Spenden für Gaza gefragt – ohne Erfolg. Zahlreiche Passanten lehnten ab oder hatten „kein Kleingeld“. Mit der provokanten Aktion wollten die Organisatorinnen darauf aufmerksam machen, dass Menschen meist nicht wegen des Geldes, sondern fehlender emotionaler Ansprache nicht spenden. Borges fasst zusammen: „Helfen ist nicht sexy, aber eine mysteriöse Box vor der Brust schon. Such dir eine aus – eine Hilfsorganisation.“ Die Performance fand parallel zu einer großen Demonstration in der Innenstadt statt.
Die Aktion zeigt, wie ungewöhnliche Ideen sowohl für Aufmerksamkeit als auch für echte Spendenbereitschaft sorgen können. Das Experiment entlarvt Verhaltensmuster und regt zur Selbstreflexion an. Es wurde an zentralen Plätzen wie dem Kölner Dom und Rheinufer durchgeführt und traf auch auf kritische, manchmal abwertende Reaktionen, unter anderem von Christen, Muslimen und Feministinnen. Gleichzeitig nutzten die Macherinnen die Reichweite von TikTok und Instagram, um zusätzliche Menschen für Spenden zu motivieren.
Die Organisatorinnen bewerten die Resonanz äußerst positiv und berichten von sehr viel Zuspruch in den Netzwerken – viele Nutzerinnen und Nutzer seien dank der Aktion daran erinnert worden, mal wieder zu spenden. Die Performance hat diskutiert, wie Spendenkampagnen heutzutage funktionieren (oder eben nicht funktionieren) und wie wichtig es ist, kreative Wege zu finden, um Aufmerksamkeit und Unterstützung für wohltätige Organisationen zu generieren.
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