Ein 15-Jähriger aus Gummersbach verursachte mit einem frisierten Kleinkraftrad einen Unfall – das Moped fuhr mehr als doppelt so schnell wie erlaubt.
Was wie ein ganz normaler Montagabend auf einer Straße im Oberbergischen Kreis wirkte, endete für einen 15-Jährigen mit einem Krankenhausaufenthalt und einem Strafverfahren am Hals. Der Junge aus Gummersbach war am Montag, dem 27. Juli, mit einem frisierten Kleinkraftrad unterwegs – und das hatte gleich mehrere bittere Konsequenzen.1
Gegen 17:30 Uhr fuhr eine 20-jährige Gummersbacherin mit ihrem Ford Fiesta auf der Straße „Vor der Höhe“ von Lantenbach in Richtung Frömmersbach. In Höhe der Einmündung „Am Sonnenberg“ wollte sie das Kleinkraftrad des 15-Jährigen überholen. Soweit, so normal – aber dann wurde es gefährlich.1
Als sie sich neben dem Kleinkraftrad befand, beschleunigte der 15-Jährige plötzlich und scherte ebenfalls nach links aus, weil er selbst ein vorausfahrendes Fahrzeug überholen wollte. Die Folge: Er kollidierte mit der Fahrzeugseite des Ford Fiesta, stürzte und zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Ein Krankenwagen brachte ihn ins Krankenhaus.1
Bei der anschließenden Überprüfung des Zweirads auf einem Rollenprüfstand kam raus, was viele schon geahnt haben dürften: Die ermittelte Höchstgeschwindigkeit des Kleinkraftrades war mehr als doppelt so hoch wie die erlaubten 40 km/h. Das Moped war also kräftig frisiert – und damit technisch in einem Zustand, der auf öffentlichen Straßen absolut nichts verloren hat.1
Für den 15-Jährigen wird das Ganze richtig teuer – und das nicht nur im übertragenen Sinne. Laut Polizei erwartet ihn jetzt ein Strafverfahren wegen gleich drei Vergehen auf einmal:1
Das Kleinkraftrad wurde außerdem beschlagnahmt. Bleibt also auf der Straße – zumindest vorerst.1
Der Fall aus Gummersbach zeigt mal wieder, wie gefährlich es ist, ein Kleinkraftrad zu frisieren. Wer die Geschwindigkeit seines Mopeds illegal hochschraubt, riskiert nicht nur seinen eigenen Kopf, sondern auch den von anderen Verkehrsteilnehmern. Und wer dann noch ohne gültige Fahrerlaubnis und ohne Versicherungsschutz unterwegs ist, handelt schlicht illegal – mit allen rechtlichen Folgen, die dazugehören.1
Der Oberbergische Kreis ist übrigens keine Ausnahme: Solche Fälle passieren immer wieder in NRW. Also: Lass das Frisieren sein, bleib auf der sicheren Seite – und hör lieber auf Antenne NRW, während du legal und entspannt durch die Gegend rollst.
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