ANTENNE NRW Spritpreis-Rechner

Foto wurde mit
KI generiert
Galeria-Krise erreicht Unna: Logistik-Partner Fiege meldet Insolvenz an
29. Oktober 2026

Galeria-Krise trifft Logistik-Partner Fiege in Unna: 1250 Jobs sind durch die Insolvenz gefährdet. Alle Hintergründe zur Lage am Standort Gießerstraße.

Insolvenzantrag beim Fiege-Lager in Unna

Die Dauerkrise der Warenhauskette Galeria hat jetzt auch einen wichtigen Logistik-Standort in NRW erreicht. Wie der Hellweger Anzeiger berichtet, hat die Betreibergesellschaft des Fiege-Lagers an der Gießerstraße in Unna einen Insolvenzantrag gestellt. Rund 1250 Arbeitsplätze stehen damit auf dem Spiel.

Das Lager ist aktuell der einzige Logistikstandort für die 83 noch verbliebenen Galeria-Warenhäuser in Deutschland. Entsprechend groß ist die Abhängigkeit – bricht die Belieferung weg, hätte das direkte Folgen für alle Filialen der Kette.

Wie Galeria und Fiege zusammenhängen

Nach Angaben der Textilwirtschaft hatten Galeria und das münsterländische Logistikunternehmen Fiege den Standort in Unna zwischen 2020 und 2025 zunächst als gemeinsames Joint Venture betrieben. Danach wurde die Zusammenarbeit in einen reinen Dienstleistungsvertrag umgewandelt. Jetzt ist also nicht Galeria selbst, sondern die Betreibergesellschaft des Logistikdienstleisters insolvent.

Für die Beschäftigten gibt es zunächst eine gute Nachricht: Laut Textilwirtschaft sichert eine Fortführungsvereinbarung die Belieferung der Galeria-Häuser bis zum 31. Dezember. Bis dahin soll der Betrieb also planmäßig weiterlaufen, auch wenn über die Zeit danach noch nichts Konkretes feststeht.

Fiege sucht nach neuen Kunden

Der Hellweger Anzeiger berichtet außerdem, dass sich Fiege angesichts der Lage beim Großkunden Galeria auf eigene Einschnitte einstellt und nach weiteren Kunden für den Standort in Unna sucht. Die Abhängigkeit von einem einzigen Großkunden gilt als einer der Knackpunkte der aktuellen Situation – fällt dieser aus oder schrumpft weiter, trifft das den Logistikbetrieb direkt.

Hintergrund der Entwicklung ist die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage bei Galeria selbst. Die Kette muss weiter Kosten senken, um überhaupt langfristig bestehen zu können. Die Insolvenz des Logistikpartners zeigt, wie sehr sich die Probleme des Warenhauskonzerns mittlerweile auch auf Zulieferer und Dienstleister auswirken, die eng mit Galeria verzahnt sind.

Was die Insolvenz für Unna bedeutet

Für die Region Unna ist die Nachricht ein Einschnitt: 1250 Arbeitsplätze hängen direkt am Standort Gießerstraße. Wie es nach dem Jahreswechsel weitergeht, ist aktuell noch offen. Klar ist nur: Bis zum 31. Dezember läuft der Betrieb dank der Fortführungsvereinbarung erstmal normal weiter, danach hängt viel davon ab, ob Fiege neue Kunden gewinnen kann und wie sich die Lage bei Galeria insgesamt entwickelt.

Wir bleiben für euch an dem Thema dran und halten euch auf dem Laufenden, sobald es neue Infos zur Zukunft des Standorts in Unna gibt.

Quellen


Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

© 2026 The Radio Group Holding GmbH

Newsletter

Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven! 

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.