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Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: Kontaktperson in Düsseldorf
7. Mai 2026

Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: Deutscher Kontakt in Düsseldorf. Geringes Risiko für NRW.

Nach dem Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ vor Kap Verde wurden drei Todesfälle bestätigt. Eine Kontaktperson aus Deutschland wurde vorsorglich in die Uniklinik Düsseldorf gebracht. Die Behörden und Virologen schätzen das öffentliche Gesundheitsrisiko aktuell als gering ein.

Worum es geht

Fast 150 Menschen befinden sich seit Sonntag auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ aufgrund eines Hantavirus-Ausbruchs in Quarantäne. Die WHO meldete bislang sieben mutmaßlich Infizierte, darunter fünf Verdachts- und zwei bestätigte Fälle. Drei Passagiere – eine 78-jährige Deutsche und ein niederländisches Ehepaar – sind laut Medienberichten verstorben.

Die wichtigsten Fakten

Auch zwei Crewmitglieder mussten medizinisch versorgt und von Bord gebracht werden. Eine 65-jährige Deutsche, Kontaktperson der Infizierten, wurde nach Düsseldorf gebracht, zeigt aber keine Symptome. Die Feuerwehr Düsseldorf und das Universitätsklinikum Düsseldorf führten den Hochinfektionstransport und die medizinische Untersuchung durch. Es wird nicht davon ausgegangen, dass sie infiziert ist (Rundschau Online).

Hintergrund: Was ist das Hantavirus?

Hantaviren kommen in vielen Varianten vor. In Europa betrifft die Erkrankung hauptsächlich die Nieren und verläuft meist milde. Die in Südamerika verbreitete Andes-Variante, die auch auf dem Kreuzfahrtschiff festgestellt wurde, kann dagegen zu schweren Lungenproblemen führen und hat eine laut WHO erhöhte Sterblichkeit von bis zu 50 Prozent. Die Übertragung erfolgt meistens über Staub, der mit Ausscheidungen von Nagetieren kontaminiert ist – eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist selten und meist auf engen Kontakt begrenzt.

Übertragungswege und Besonderheiten

Nach Einschätzung von Virologen sind zwei Szenarien denkbar: Die Infektion könnte bereits im südamerikanischen Raum erfolgt sein, oder Nagetiere an Bord bzw. kontaminierte Lebensmittel/Lager könnten die Quelle gewesen sein. Im Gegensatz zu den meisten Hantavirus-Formen ist eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung beim Andesvirus nachgewiesen – allerdings fast ausschließlich bei sehr engem Kontakt.

Einordnung für NRW

Das Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung in NRW schätzen Experten weiterhin als niedrig ein. In diesem Jahr gab es laut dem Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz bislang zwölf gemeldete Fälle im Bundesland, drei davon im Rhein-Erft-Kreis. Für Köln wird das Risiko als gering eingestuft. Die aktuelle Lage an Bord des Schiffes ist besonders, spiegelt aber laut Experten kein erhöhtes Risiko für Kreuzfahrtreisen im Allgemeinen wider (Kölner Stadt-Anzeiger).

Ausblick

Virologen betonen, dass keine Ausweitung in Deutschland zu erwarten ist. Alle Kontaktpersonen werden engmaschig überwacht, um eine weitere Verbreitung auszuschließen. Die Fälle auf dem Schiff unterscheiden sich deutlich vom meist milden Verlauf der in Deutschland vorkommenden Hantavirus-Variante.

Quellen

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