Hitzeschub bis 38 Grad in NRW erwartet und der Rhein in Köln bricht erneut seinen historischen Tiefstwert seit 1816. Alle Infos hier.
Kurz durchgeatmet, und schon geht’s wieder los: Nach einer kleinen Hitzepause kehren die hohen Temperaturen ab Wochenmitte nach Nordrhein-Westfalen zurück. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet ab Mittwoch Höchstwerte zwischen 27 Grad in Ostwestfalen und satten 33 Grad am Rhein.1 Und das ist erst der Anfang.
Am Donnerstag und Freitag soll es noch einen Zahn zulegen: Maximal 31 bis 34 Grad sind laut DWD drin, entlang des Rheins sogar bis zu 36 Grad. Am Freitag könnten die Temperaturen auf 34 bis 38 Grad klettern – das ist kein Sommerwetter mehr, das ist echter Hochsommer-Ausnahmezustand.1
Auch der Wetterdienst Kachelmannwetter macht keine Hoffnung auf schnelle Abkühlung. „Ein neuer und intensiver Hitzeschub kommt bis Freitag rein“, lautet die klare Ansage der Meteorologen. Am Wochenende soll die heiße Luft zwar wieder verdrängt werden – aber Entwarnung gibt’s trotzdem nicht wirklich: „Große und flächige Regenfälle sind aber weiter fraglich“, so Kachelmannwetter.1
Das bedeutet im Klartext: Die Trockenheit bleibt. Und das hat Folgen, die weit über das persönliche Schwitzen hinausgehen.
Der Rhein leidet massiv unter der anhaltenden Trockenheit. Am Dienstag, dem 11. August, wurde am Kölner Pegel um 10:30 Uhr ein Stand von nur noch 56 Zentimetern gemessen – ein neuer historischer Tiefstwert seit Beginn der Datenaufzeichnung im Jahr 1816.1 Vor diesem Sommer lag der Negativrekord bei 69 Zentimetern, gemessen am 23. Oktober 2018. Dieser Wert wurde in diesem Sommer mittlerweile mehrmals gebrochen.
Noch drastischer sieht es am Pegel Kaub aus: Der lag am Montagmorgen bei gerade mal 17 Zentimetern. Der bisherige Tiefstwert aus dem Jahr 2018 hatte dort noch bei 25 Zentimetern gelegen.1 Im Laufe der Woche wird laut Binnenschifffahrtsverband (BDB) sogar ein einstelliger Wert prognostiziert – das wäre ein absolutes Novum.
Die Lage hat inzwischen wirtschaftliche Konsequenzen. BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen erklärte gegenüber der „Rheinischen Post“, dass der Rhein im Prinzip zweigeteilt sei.1 Der Pegel Kaub ist ein zentraler Punkt für die Schifffahrt – fällt er auf einen einstelligen Wert, wird die Durchfahrt für Frachtschiffe quasi unmöglich. Das trifft die Wirtschaft in der gesamten Region.
Die kommenden Tage werden heiß – das steht fest. Wer in NRW unterwegs ist, sollte die Hitze ernst nehmen: viel trinken, direkte Sonne meiden und auf vulnerable Personen im Umfeld achten. Und der Rhein? Der bleibt erstmal auf Rekordtief. Regen ist vorerst nicht in Sicht, und die Prognosen lassen wenig Spielraum für Optimismus.1
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