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IHK-Umfrage: Bundesregierung erhält schwächstes Zeugnis seit Bundestagswahl
22. Februar 2026

IHK-Umfrage: Bundesregierung erhält 2026 am Niederrhein schlechtestes Zeugnis seit Bundestagswahl.

Ein Jahr nach der Bundestagswahl: Unternehmen unzufrieden mit Bundesregierung

Genau ein Jahr nach der Bundestagswahl haben die Unternehmen am Mittleren Niederrhein der Bundesregierung ein sehr schlechtes Zeugnis ausgestellt. Eine aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) am Mittleren Niederrhein zeigt, dass die Zufriedenheit im Vergleich zum Vorjahr weiter gesunken ist.erft-kurier.de.

Die wichtigsten Fakten der Umfrage

Nur ein Prozent der befragten Betriebe vergibt die Note „sehr gut“, 5,7 Prozent bewerten die Arbeit der Bundesregierung als „gut“, während 28,3 Prozent „befriedigend“ und 25,4 Prozent „ausreichend“ geben. Ganze 29,2 Prozent der Unternehmen beurteilen die Bundesregierung als „mangelhaft“, 10,5 Prozent sogar als „ungenügend“. Daraus ergibt sich eine Durchschnittsnote von 4,08 – im Vergleich lag der Wert im vergangenen September noch bei 3,94. erft-kurier.de.

Hintergrund und Kritikpunkte

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, sieht zwar einzelne positive Maßnahmen der Bundesregierung, bemängelt jedoch insgesamt das Fehlen einer tiefgreifenden Reformagenda zur Lösung der Strukturkrise. Besonders enttäuscht zeigen sich die Unternehmen von nicht eingehaltenen Erwartungen an den sogenannten „Herbst der Reformen“. Zwar wurde beispielsweise die Berichtspflicht beim Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz abgeschafft, die Dokumentationspflicht und damit Bürokratiebelastungen bestehen jedoch fort.

Modernisierungsagenda: Hoffnung auf Besserung?

Immerhin sieht Steinmetz Potenzial für Verbesserungen: Im Oktober hat die Bundesregierung eine Modernisierungsagenda mit 80 Maßnahmen beschlossen, darunter Ankündigungen zum Bürokratieabbau. Auch Projekte wie die geplante Work-and-stay-Agentur zur Erleichterung der Fachkräfteeinwanderung und die Zentralisierung der Kfz-Zulassung werden positiv hervorgehoben, da sie als Blaupause für weitere Digitalisierungsprojekte dienen könnten. Zudem soll das Infrastruktur-Zukunftsgesetz Infrastrukturprojekte beschleunigen.

Bedeutung für Unternehmen in NRW

Für die mittelständischen Unternehmen am Niederrhein bleibt das Thema Bürokratieabbau drängend. Zu den zentralen Forderungen der IHK zählen neben weniger Bürokratie auch wirksame Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten sowie zur Begrenzung der Lohnnebenkosten. Die Unternehmen geben laut IHK an, dass sie sich klare und konkrete Reformen wünschen.

Ausblick

Für die kommenden Monate erwartet die IHK substanzielle Verbesserungen, sofern die angekündigten Reformpakete zügig umgesetzt werden. Steinmetz mahnt jedoch auch, dass steigende kommunale Kosten viele der erhofften Entlastungen wieder aufwiegen könnten. Sein Appell: Die Bundesregierung müsse sich mittelfristig mit der gesamten Finanzarchitektur Deutschlands befassen, um Unternehmen nachhaltig zu entlasten.erft-kurier.de.

Quellen

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