Jüdischer Karnevalsverein in Köln nimmt gestrandete Israelis nach Iran-Krieg auf. Solidarität und Engagement in NRW.
Nach dem Ausbruch des Iran-Krieges sitzen viele Israelis weltweit fest. Fünf von ihnen, allesamt Studierende, wurden nun in Köln von Mitgliedern des jüdischen Karnevalsvereins Kölsche Kippa Köpp aufgenommen. Die Rückkehr nach Israel ist derzeit wegen gestrichener Flüge auf unbestimmte Zeit nicht möglich.Jüdische Allgemeine
Aufgrund der angespannten Lage im Nahen Osten und der Einstellung zahlreicher Flugverbindungen können viele Israelis momentan nicht in ihre Heimat zurückkehren. In Köln nimmt der jüdische Karnevalsverein Kölsche Kippa Köpp fünf von ihnen für unbestimmte Zeit bei Vereinsmitgliedern auf.Jüdische Allgemeine
Der Verein reagierte auf Anfragen und startete intern einen Aufruf, um Hilfe für die gestrandeten Israelis zu organisieren. Die Betroffenen hatten sich als Gruppe in Deutschland aufgehalten und hätten am Sonntag zurückfliegen sollen – doch alle Flüge wurden gestrichen. Die Aufnahme erfolgt zunächst auf unabsehbare Zeit.Jüdische Allgemeine
Laut Vereinspräsident Aaron Knappstein gilt Kölsche Kippa Köpp als weltweit einziger jüdischer Karnevalsverein. Auch umgekehrt sind Mitglieder des Vereins derzeit in Israel gestrandet. Insgesamt sollen rund 37.400 Touristen als Folge des jüngsten Iran-Krieges in Israel ausharren müssen. Das israelische Tourismusministerium kündigte an, Ausreisewillige beim Transit zu Grenzen nach Jordanien oder Ägypten zu unterstützen.Jüdische Allgemeine
Der Vorgang zeigt die enge Vernetzung jüdischer Gemeinden und Initiativen in Nordrhein-Westfalen. Gerade in Krisenzeiten setzt der Verein mit seiner Hilfsbereitschaft ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und bürgerschaftliches Engagement in der Region.
Wie lange der Aufenthalt der fünf Israelis in Köln andauern wird, bleibt offen, da derzeit nicht absehbar ist, wann der Flugverkehr nach Israel wieder aufgenommen wird. Unterdessen behalten die betroffenen jungen Menschen und ihre Gastgeber die Entwicklungen im Nahen Osten weiter genau im Blick.Jüdische Allgemeine
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