Köln testet 100 neue Papierkorbgaragen mit 240 Litern Fassungsvermögen in der Innenstadt. Was hinter dem Pilotprojekt steckt und wo die Behälter stehen.
Kennt ihr das? Ihr wollt euren Kaffeebecher oder den leeren Pizzakarton wegwerfen – und der nächste Papierkorb quillt schon über. In Köln soll damit bald Schluss sein! Die Stadt testet im Rahmen eines einjährigen Pilotprojekts 100 brandneue sogenannte Papierkorbgaragen an stark besuchten Standorten. Das erste Modell wurde jetzt offiziell von Oberbürgermeister Torsten Burmester und Thomas Thalau, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der AWB Köln, in Betrieb genommen.1
Der Name klingt erstmal komisch, aber das Konzept ist ziemlich clever. Im Inneren jeder Papierkorbgarage steckt ein Standard-Abfallbehälter mit einem Fassungsvermögen von 240 Litern – also deutlich mehr als bei einem normalen Straßenpapierkorb. Das robuste Gehäuse hat eine Kantenlänge von knapp 80 Zentimetern, ist mehr als 1,5 Meter hoch und bringt 155 Kilogramm auf die Waage.1
Besonders praktisch: Vier große Einwurföffnungen machen es easy, auch sperrigere Sachen wie Pizzakartons loszuwerden – kein Rumgefummel mehr! Zur Leerung wird der Innenbehälter einfach aus dem Gehäuse gezogen und direkt ins Abfallsammelfahrzeug entleert. Das soll laut AWB nicht nur schneller gehen, sondern auch die körperliche Belastung für die Mitarbeitenden deutlich reduzieren.1
Die 100 neuen Papierkorbgaragen kommen genau dort hin, wo sich besonders viele Kölnerinnen und Kölner, Pendlerinnen und Pendler sowie Touristinnen und Touristen aufhalten. 94 Modelle werden im Innenstadtbereich aufgestellt – unter anderem am Brüsseler Platz, Rudolfplatz, Neumarkt, Alter Markt, Heumarkt und im Rheingarten in der Altstadt. Sechs weitere Papierkorbgaragen kommen in den Bereichen rund um den Kölner Dom, allerdings nicht direkt auf der Domplatte, sondern in den angrenzenden Bereichen.1
„Köln verfügt bereits heute mit rund 24.000 Papierkörben über eine der höchsten Papierkorbdichten Deutschlands“, erklärte Oberbürgermeister Torsten Burmester. Die neuen Modelle sollen das bestehende Angebot dort ergänzen, wo größere Kapazitäten wirklich gebraucht werden.1
Während der Testphase wird auch ein spannender Vergleich gemacht: Die Hälfte der Papierkorbgaragen kommt in einem schlichten Grau, die andere Hälfte in einem auffälligen Orange. Stadt und AWB wollen herausfinden, ob die Sichtbarkeit der Behälter einen Einfluss auf die Nutzung und die Sauberkeit im Umfeld hat. Nach Abschluss des Pilotprojekts wird ausgewertet, welche Gestaltung sich besser bewährt – außerdem werden die optimalen Leerungsintervalle und das Handling der neuen Behälter getestet.1
Die Papierkorbgaragen sind kein Zufallsprojekt, sondern Teil des Masterplans Sauberkeit. Der Kölner Stadtrat hatte Ende 2024 den Auftrag gegeben, das bestehende Papierkorbkonzept zu überarbeiten. In die Entwicklung waren neben Stadt und AWB auch Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Vereine und Institutionen eingebunden. Deren häufigste Wünsche? Größere Papierkörbe, bedarfsgerechte Reinigungskonzepte und mehr Sauberkeit an stark besuchten Orten. Genau das sollen die neuen Papierkorbgaragen jetzt liefern.1
AWB-Geschäftsführer Thomas Thalau bringt es auf den Punkt: „Mit den Papierkorbgaragen verbinden wir mehrere Ziele: mehr Sauberkeit an hoch frequentierten Standorten, effizientere Entsorgungsprozesse und eine Entlastung für unsere Mitarbeitenden.“ Ob das Konzept aufgeht, zeigt sich nach dem einjährigen Pilotprojekt – wir sind gespannt!1
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