Ab 2028 plant die Deutsche Bahn, wichtige Kölner Hauptstraßen für Sanierungen zu sperren. Es droht Verkehrschaos. Konzepte für Umleitungen fehlen.
Im Jahr 2028 plant die Deutsche Bahn umfassende Sanierungsarbeiten, die auch umfangreiche Verkehrseinschränkungen in Köln zur Folge haben werden. Unter anderem müssen zentrale Verkehrsadern wie die Luxemburger, Venloer, Vogelsanger und Zülpicher Straße monatelang gesperrt werden. Diese Maßnahmen sollen im Sommer 2028 beginnen und sich bis Ende 2029 erstrecken.
Die Bauarbeiten sind notwendig, um mehrere Brücken in der Innenstadt zu sanieren. So erklärt ein Bahnsprecher, dass alle vier Brücken gleichzeitig betrachtet werden. Genaue Informationen zu den genauen Sperrzeiten liegen derzeit noch nicht vor, jedoch wird mit einem signifikanten Stillstand im Bahnverkehr zwischen Köln und Bonn sowie weiteren Städten gerechnet.
Die geplanten Maßnahmen haben bereits für politische Diskussionen gesorgt. Mehrere Abgeordnete der Grünen im Rheinland fordern in einem offenen Brief an die Deutsche Bahn, alternative Lösungen zu prüfen. Insbesondere wird die Notwendigkeit eines leistungsfähigen Schienenersatzverkehrs mit durchgehenden Bussen ins Kölner Zentrum betont, um zu verhindern, dass Pendler auf das Auto umsteigen.
Die Prudenz der Baumaßnahmen sei hoch, da die betroffenen Brücken denkmalgeschützt sind. Die aktuelle Planung sieht vor, dass die Brücken direkt am Standort unter Vollsperrung errichtet werden müssen, wodurch ein reibungsloser Verkehrsfluss kaum aufrechterhalten werden kann.
Trotz der umfassenden Einschränkungen fehlt es an klaren Konzepten zur Verkehrsführung während der Bauarbeiten. Vertreter der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) geben an, dass derzeit ein Konzept zur Verkehrsführung noch nicht existiert und eine Unterbrechung der Stadtbahnlinien 18 und 9 zu befürchten ist.
Der ADAC Nordrhein hat ebenfalls Bedenken, da die Bahn AG die Koordination mit der Stadt nicht ausreichend vorangetrieben hat. Der Leiter der Abteilung Verkehr und Umwelt beim ADAC äußerte sich verärgert über die mangelnde Kommunikation zur Planung und sieht die Notwendigkeit, Ausweichrouten frühzeitig zu identifizieren und zu kommunizieren.
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) hebt die Herausforderungen hervor, die die Vollsperrungen für die Kölner Wirtschaft mit sich bringen werden. Es sei wichtig, frühzeitig ein umfassendes Verkehrskonzept zu entwickeln, das auch die Bedürfnisse der Wirtschaft berücksichtigt.
Ein Sprecher des Verkehrsausschusses der Stadt Köln zeigt sich etwas optimistisch und hofft, dass die Baumaßnahmen langfristig Verbesserungen mit sich bringen werden, da die Barrierefreiheit an den Bahnhöfen erreicht werden soll.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie die Deutsche Bahn und die Stadt Köln mit dieser Herausforderung umgehen werden und welche Umleitungen für den Verkehr entwickelt werden, um einen Kollaps während der Bauarbeiten zu vermeiden.
Quelle: Rundschau Online
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