Der Juli 2026 könnte Kölns trockenster Monat seit über 40 Jahren werden – bisher fielen nur 1,3 Liter Regen pro Quadratmeter. Alle neuen Infos zur Dürre-Lage.
Es wird immer trockener in Köln – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der Juli 2026 könnte der trockenste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. An der Wetterstation am Flughafen Köln/Bonn wurden seit Monatsstart gerade einmal 1,3 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Zum Vergleich: Im langjährigen Mittel der Jahre 1991 bis 2020 fallen im Juli in Köln durchschnittlich 87,4 Liter pro Quadratmeter. Das bedeutet, dass bislang gerade mal 1,5 Prozent der üblichen Juli-Niederschläge gefallen sind.1
Meteorologe Jürgen Schmidt vom Wetterdienst Wetterkontor macht wenig Hoffnung: „Es sieht momentan so aus, dass der Juli 2026 in Köln einen neuen Trockenheitsrekord aufstellen könnte.“1 Die letzten nennenswerten Niederschläge gab es am 19. und 20. Juni mit insgesamt 17,4 Litern pro Quadratmeter – danach kam so gut wie nichts mehr. Und auch in den kommenden Tagen sieht es mau aus: „Am Mittwoch kann es im Raum Köln vereinzelt zu Niederschlägen kommen, aber das werden, wenn überhaupt, nur minimale Mengen sein“, erklärt Schmidt. „Ab Sonntag wird es etwas wechselhafter werden. Ausgiebige Regenfälle sind vorerst nicht in Sicht.“1
Die anhaltende Dürre hinterlässt überall ihre Spuren. Seit Mitte Juni herrscht extreme Trockenheit in Köln und der Region. Am Kölner Pegel sank der Wasserstand des Rheins auf gerade einmal 80 Zentimeter – ein Rekord-Tief für einen Juli-Monat.1 Für Landwirte bedeutet das Wassermangel in einem besonders kritischen Moment: Massive Ernteausfälle sind zu befürchten. Und auch Kölns Parks und Grünflächen leiden sichtbar unter der Hitze – vertrocknete Wiesen im Rheinpark sind dabei nur ein Beispiel von vielen.
Wie die Stadt auf die dramatische Lage reagiert, haben wir dir in einem früheren Beitrag bereits ausführlich erklärt. Das Grünflächenamt setzt dabei auf eine ganze Flotte an Spezialfahrzeugen: zwei große Wassertanker sowie zahlreiche kleinere Trucks mit je 1.000-Liter-Tanks sind im Dauereinsatz, um Bäume und Sträucher in der Stadt mit dem nötigsten Wasser zu versorgen.2 Die Lehren aus der schweren Dürre von 2018 haben dazu geführt, dass die Stadt ihre Bewässerungskapazitäten seitdem deutlich ausgebaut hat – ein Schritt, der sich jetzt als absolut richtig erweist.2
Die Lage bleibt angespannt. Solange keine ergiebigen Regenfälle kommen, werden die Bewässerungsteams der Stadt weiter im Dauereinsatz bleiben – und der Juli 2026 könnte am Ende tatsächlich als trockenster Monat seit über 40 Jahren in die Kölner Wettergeschichte eingehen.1 Wir halten euch auf dem Laufenden, sobald sich die Lage verändert. Bleibt cool – und gönnt euch im Zweifel ein kühles Getränk. 🌵
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