Kölner Lichter 2026: Das Feuerwerk begeisterte 150.000 Menschen, die Drohnenshow enttäuschte. Was Veranstalter Nolden für 2027 plant, erfährst du hier.
Die 21. Kölner Lichter sind Geschichte – und was für eine! Am 1. August 2026 strömten 150.000 Menschen an den Rhein, der WDR verzeichnete 590.000 Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Bildschirmen. Jeder Vierte, der in NRW den Fernseher eingeschaltet hatte, schaute die Kölner Lichter. Das ist eine Ansage.1
Veranstalter Werner Nolden lag nach der langen Nacht um 3 Uhr im Bett – um 8.30 Uhr saß er aber schon wieder am Schreibtisch. So läuft das halt, wenn man ein Großevent dieser Dimension stemmt. Und die wichtigste Erkenntnis vorab: Alles lief ohne größere Zwischenfälle ab.1
Jetzt zur eigentlichen Gretchenfrage des Abends: Drohnen oder klassisches Feuerwerk? Die Antwort war eindeutig. Die Drohnenshow lieferte leider nicht das, was sich viele erhofft hatten. Schon der Start lief holprig – dreifacher Anlauf nötig, 20 Minuten Verspätung. Versprochen war ein „wildes Wolkenballett“, geliefert wurden letztlich drei relativ statische Bilder am Himmel. Für eine sechsminütige Show wurde übrigens eine sechsstellige Summe fällig.1
Das klassische Feuerwerk dagegen? Absolute Gänsehaut. 25 Pyrotechniker zündeten fast fünf Tonnen Feuerwerk perfekt synchron zur Musik. Bei „Bohemian Rhapsody“ von Queen jubelte die Menge, und als der Abend mit „Never Enough“ aus „The Greatest Showman“ zu Ende ging, hatten viele am Rheinufer Tränen in den Augen. Chef-Pyrotechniker Georg Alef fasste es so zusammen: „Das Warten hat sich gelohnt. Es war eine tolle Show, dem Publikum hat es gefallen.“1
Im Vorfeld hatten die sozialen Netzwerke gebrannt – im übertragenen Sinne. Die Diskussion, ob ein klassisches Feuerwerk in Zeiten von Dürreperioden noch zeitgemäß ist, wurde mit großer Schärfe geführt. Die Veranstalter sahen sich permanenten Angriffen im Internet ausgesetzt. Dass am Ende das Feuerwerk frenetisch bejubelt wurde, spricht aber eine deutliche Sprache.1
Doch Nolden zieht daraus keine einfachen Schlüsse. Er will mit Oberbürgermeister Torsten Burmester sprechen und die kommenden Wochen für Gespräche nutzen: „Die Kölner Lichter sind jetzt endgültig volljährig, jetzt müssen wir sehen, wie wir sie ins weitere Leben begleiten. Ich bin nicht abgeneigt, auch mal etwas Neues mitzumachen.“1
Nolden hat konkrete Ideen, wie eine Drohnenshow künftig besser funktionieren könnte. Vom Rheinboulevard aus können maximal 500 bis 600 Drohnen starten – viel zu wenig für ein beeindruckendes Spektakel. Sein Vorschlag: Start aus dem Rheinpark, wo Platz für über 1.000 Geräte wäre. „Wenn die Drohnen dann Richtung Zoobrücke hochsteigen, sehen auch die Menschen in der Altstadt das Bild“, so der Veranstalter.1
Das technische Problem bleibt allerdings: Drohnen halten je nach Windverhältnissen maximal zwölf bis 14 Minuten in der Luft. Eine halbstündige Show wie beim Feuerwerk ist damit aktuell schlicht nicht machbar. Und mehr Drohnen bedeutet auch: mehr Geld. „Die Drohnenshow muss einer Stadt wie Köln auch würdig sein“, sagt Nolden klar.1
Nach den Kölner Lichtern ist vor den Kölner Lichtern. Der Termin für 2027 steht bereits fest: 31. Juli 2027. Der Vorverkauf für die ersten Tribünen hat sogar schon begonnen, etliche Karten wurden gleich am Abend gebucht. Chef-Pyrotechniker Alef hat auch schon ein Motto im Kopf: „Pax – das Feuerwerk für den Frieden.“1
Ob Drohnen, Feuerwerk oder ein Mix aus beidem – eines ist sicher: Das besondere Kölner „Jeföhl“ vor dem Dom-Panorama lässt sich so schnell nicht toppen. Wir sind gespannt, was 2027 kommt!
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