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Kölns Schuldenberg: Platz 3 im NRW-Vergleich
29. Oktober 2026

Köln landet mit 10.735 Euro Pro-Kopf-Schulden auf Platz 3 der am höchsten verschuldeten Städte in NRW. Alle Zahlen und der Vergleich zu anderen Kommunen hier.

Köln steckt tief in den roten Zahlen

Geld ist gerade echt knapp bei den Städten und Gemeinden in NRW – und Köln bildet da keine Ausnahme. Im Gegenteil: Unsere Stadt gehört laut aktuellen Zahlen zu den am höchsten verschuldeten Kommunen im ganzen Bundesland. Kein Wunder also, dass im Kölner Haushalt für die nächsten beiden Jahre an vielen Stellen der Rotstift angesetzt wurde, um die Finanzen wieder einigermaßen in den Griff zu bekommen.

So sieht das Ranking aus

Nach Angaben von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), dem Statistischen Landesamt, lag die sogenannte integrierte Pro-Kopf-Verschuldung in Köln Ende 2025 bei 10.735 Euro. Damit landet Köln unter den kreisfreien Städten in NRW auf Platz drei der höchsten Verschuldung. Nur Mülheim an der Ruhr mit 11.674 Euro und Oberhausen mit 10.955 Euro liegen noch darüber.

Am anderen Ende der Skala sieht’s deutlich entspannter aus: Hamm kommt mit 3.901 Euro pro Kopf am besten weg, gefolgt von Bottrop mit 4.045 Euro und Bielefeld mit 4.172 Euro. Der Unterschied zwischen den Städten ist also richtig heftig – zwischen Mülheim und Hamm liegen fast 7.800 Euro pro Einwohnerin und Einwohner.

Was hinter den Zahlen steckt

Die Werte stammen aus der sogenannten Modellrechnung „Integrierte Schulden“, einer Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter von Bund und Ländern. Das Besondere daran: Hier wird nicht nur der klassische Stadthaushalt betrachtet, sondern auch, was städtische Unternehmen und Beteiligungen an Schulden mitbringen – also zum Beispiel Stadtwerke oder Bäderbetriebe. So lässt sich die Verschuldung verschiedener Kommunen fairer vergleichen, unabhängig davon, wie viel eine Stadt ausgelagert hat.

Wie IT.NRW mitteilt, waren die NRW-Kommunen zusammen mit ihren ausgegliederten Einheiten Ende 2025 mit insgesamt rund 105 Milliarden Euro beim nicht-öffentlichen Bereich verschuldet. Umgerechnet auf alle Einwohnerinnen und Einwohner des Landes macht das 5.810 Euro pro Kopf. Der Großteil davon, nämlich 58,8 Prozent beziehungsweise 61,6 Milliarden Euro, entfällt auf die kommunalen Kernhaushalte selbst. Der Rest verteilt sich auf sogenannte sonstige Fonds, Einrichtungen und Unternehmen mit 30,1 Prozent sowie auf Extrahaushalte mit 11,1 Prozent.

Auch auf Kreisebene gibt’s große Unterschiede

Nicht nur zwischen den kreisfreien Städten klaffen die Schuldenstände auseinander – auch bei den Kreisen zeigt sich ein ähnliches Bild. Laut IT.NRW hatte der Kreis Mettmann Ende 2025 mit 6.800 Euro pro Kopf die höchste Verschuldung, gefolgt vom Kreis Herford mit 6.392 Euro und der Städteregion Aachen mit 6.079 Euro. Am anderen Ende steht der Kreis Olpe mit gerade mal 1.235 Euro pro Kopf, deutlich vor Coesfeld mit 1.877 Euro und Heinsberg mit 1.942 Euro.

Was das für Köln bedeutet

Die hohe Verschuldung erklärt, warum in Köln beim Haushalt für die kommenden zwei Jahre gespart werden muss. Städte und Gemeinden fordern schon länger mehr Unterstützung von Bund und Land, damit sie ihre Aufgaben überhaupt noch stemmen können, ohne sich weiter zu verschulden. Ob und wie sich das in den nächsten Jahren ändert, bleibt abzuwarten – klar ist aber schon jetzt: Köln gehört aktuell zu den Spitzenreitern, wenn’s um Schulden pro Kopf geht.

Quellen


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