Foto wurde mit
KI generiert
Korruptionsaffäre Bonner Polizist – Verbindungen zum Kölner Drogenkrieg
23. Januar 2026

Korruptionsaffäre um Bonner Polizist: Daten an Drogenmilieu verkauft, Verbindung zum Kölner Drogenkrieg.

Korruptionsskandal bei der Polizei Bonn erschüttert Köln/Bonn

Die Polizei Bonn ist von einer schweren Korruptionsaffäre betroffen: Ein Bonner Polizeikommissar steht im Verdacht, in mehreren Dutzend Fällen Daten an das Rauschgiftmilieu weitergegeben zu haben. Nun zeigen sich enge Verbindungen zum Kölner Drogenkrieg.

Worum es geht

Nach Informationen des Kölner Stadt-Anzeiger soll ein 26-jähriger Polizeikommissar 2023 und 2024 mindestens 78-mal das polizeiliche Informationssystem ViVA genutzt haben, um Daten zu beschaffen, die er an Personen im Drogenmilieu weiterleitete. Auch zentrale Mitglieder einer Kölner Drogenbande waren betroffen.

Die wichtigsten Fakten

  • Zwischen 2023 und 2024 erfolgten mindestens 78 unerlaubte Datenabfragen.
  • Die Informationen gingen überwiegend an Personen aus dem Rauschgiftmilieu.
  • Abfragen bezogen sich auch auf Akteure einer Gruppe, die 2024 mit Sprengstoffanschlägen, Geiselnahmen und Mordversuchen versuchte, rund 350 Kilogramm Marihuana zurückzuerlangen.
  • Der betroffene Beamte hielt sich regelmäßig in einer Shisha-Bar in Köln-Mülheim auf, wo Mitglieder der betreffenden Bande verkehrten.
  • Pro Datenabfrage erhielt der Kommissar zwischen 20 und 200 Euro, meist über PayPal.

Hintergrund: Verbindung zum Kölner Drogenkrieg

Die weitergegebenen Informationen spielten auch im Umfeld heftiger Gewalt in Köln eine Rolle. Im Jahr 2024 machte eine Drogenbande mit brutalen Taten auf sich aufmerksam: Um 350 Kilogramm geraubtes Marihuana mit einem Wert von etwa 1,5 Millionen Euro zurückzuholen, verübte die Gruppe Sprengstoffanschläge, Geiselnahmen und Mordversuche.

Ermittlungen und juristischer Status

Nach ausgewerteten Chatverläufen hatte der beschuldigte Beamte enge Kontakte zu den Kriminellen. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen Bestechung, Strafvereitelung im Amt und Verrats von Dienstgeheimnissen. Die Ermittlungen stehen laut Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer kurz vor dem Abschluss. Zudem richtet sich das Verfahren inzwischen auch gegen einen weiteren Polizeikommissar, der mutmaßlich auf Veranlassung des Hauptverdächtigen eine falsche Strafanzeige gefertigt hat. Der Verteidiger des 26-Jährigen äußerte sich nicht.

Einordnung für NRW

Korruption im Polizeiapparat gilt als besonders schwerwiegend, da sie das Vertrauen in den Rechtsstaat untergräbt und organisierte Kriminalität stärken kann. Der aktuelle Fall zeigt, wie eng behördliche Strukturen und das kriminelle Drogenmilieu verknüpft sein können. Gerade in NRW mit seiner großen urbanen und multikulturellen Struktur werden Ermittlungen gegen interne Polizeikriminalität besonders aufmerksam verfolgt.

Ausblick

Die Ermittlungen im Fall des Bonner Polizeikommissars stehen laut Staatsanwaltschaft unmittelbar vor dem Abschluss und eine Anklage wird erwartet. Währenddessen arbeiten die Behörden an Konsequenzen und Präventionsmaßnahmen, um zukünftige Korruptionsfälle besser zu verhindern.

Quellen

Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

© 2026 The Radio Group Holding GmbH

Newsletter

Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven! 

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.