Im Korruptionsprozess gegen einen Kriminalhauptkommissar erscheint der Angeklagte nicht zum Gerichtstermin.
Ein hoher Kriminalhauptkommissar, dem unter anderem vorgeworfen wird, ein vermeintliches Mitglied der Hells Angels erpresst zu haben (Welle Niederrhein), ist am ersten Termin im Korruptionsprozess vor dem Landgericht Mönchengladbach nicht erschienen. Die Hauptverhandlung soll am 5. Februar beginnen (Rheinischer Spiegel).
Die Anklage wirft dem Beamten vor, er habe im Dienst Amtsmissbrauch begangen und ein Mitglied der Rockergruppe Hells Angels unter Druck gesetzt. Details zum Ablauf der mutmaßlichen Erpressung sind bislang nicht öffentlich geworden.
Der Prozess steht im Kontext mehrerer Ermittlungsmaßnahmen gegen die Hells Angels in NRW. So wurden nach Angaben der Polizei NRW Haftbefehle gegen zwei Angehörige der Gruppierung vollstreckt, weitere Verdächtige werden noch gesucht.
Der Fall verdeutlicht die Bekämpfung von Korruption im öffentlichen Dienst und die andauernde Repression gegen organisierte Rockerstrukturen in Nordrhein-Westfalen.
Die Kammer wird nach dem Ausbleiben des Angeklagten über mögliche Zwangsmaßnahmen entscheiden. Die Fortsetzung der Verhandlung am 5. Februar dürfte konkrete Angaben zum Umfang der Vorwürfe bringen.
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