Im September beginnen neue Ausbildungsangebote für ehrenamtliche Seelsorger in Köln. Anmeldung ist ab sofort möglich.
Im September beginnen die kostenlosen Ausbildungen zum ehrenamtlichen Seelsorger am Verwaltungssitz der evangelischen Kirche in der Kartäusergasse.
Mitte September starten die neuen Ausbildungen zur ehrenamtlichen Seelsorgerin und zum ehrenamtlichen Seelsorger im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region. Innerhalb von 150 Stunden, die über einen Zeitraum von zwölf Monaten verteilt sind, werden die Teilnehmenden in Wochenend- oder Abendseminaren die Grundlagen der seelsorgerischen Gesprächsführung erlernen.
Die Ausbildung wird durch Mittel aus der Kirchensteuer finanziert. Zukünftige Einsatzfelder der Absolventinnen und Absolventen umfassen Krankenhäuser, Senioreneinrichtungen, Gefängnisse sowie Besuchsdienste in evangelischen Kirchengemeinden oder Einsätze im Rahmen der Telefonseelsorge.
Die Pfarrerinnen Dorit Felsch und Dagmar Schwirschke, die die Ausbildung leiten, betonen, dass für die kostenlose Ausbildung eine Verbindlichkeit von etwa 15 Stunden pro Monat erforderlich ist. Die Bewerberinnen und Bewerber benötigen Offenheit, Einfühlungsvermögen, psychische Belastbarkeit und die Fähigkeit zur bewussten Reflexion eigener Lebenserfahrungen.
Besonders wichtig ist die Fähigkeit zur aktiven Gesprächsführung,
„Seelsorgerinnen und Seelsorger müssen vor allem aktiv zuhören können und sensibel für die Bedürfnisse der Hilfesuchenden sein“, erklärt Felsch. Die Ausbildung sei notwendig, um die Qualität der Seelsorge zu gewährleisten, da viele Ehrenamtliche bereits in anderen Bereichen tätig sind.
Langfristig wird zudem eine queer-sensible Seelsorge für Menschen mit queerer sexueller Orientierung angestrebt, um der Tendenz zur Ausgrenzung entgegenzuwirken. Der nächste Lehrgang für die Seelsorgeausbildung ist auf Anfang 2026 angesetzt, und Interessierte können bereits ihre Bewerbungen einreichen.
Die Bewerbung zur Ausbildung kann via E-Mail an seelsorge-ausbildung.kirche-koeln@ekir.de gesendet werden. Weiterführende Informationen sind unter der Rufnummer 0176 23743554 erhältlich.
In den vergangenen Jahren haben bereits circa 70 Personen die Ausbildungsprogramme durchlaufen, was den Bedarf an weiteren Seelsorgern unterstreicht.
„Viele unserer Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler haben das Bedürfnis nach Sinnhaftigkeit in ihrem Leben. Sie wollen der Gesellschaft etwas zurückgeben“, so Felsch.
Daher zeigt die hohe Nachfrage nach seelsorgerischen Angeboten eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung.
Der kommende Jahrgang wird sicherlich wieder zahlreiche Menschen ansprechen.
Quelle: Rundschau Online
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