NRW-weiter Warnstreik an AWO-Kitas, OGS und Altenheimen legt Betrieb am 3. März lahm. Alle Infos zum Streiktag.
Heute, am 3. März 2026, kommt es in Nordrhein-Westfalen zu einem landesweiten Warnstreik der Beschäftigten bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Die Gewerkschaft Verdi hat dazu nach mehreren regionalen Aktionen aufgerufen. Folgen hat dies vor allem für den Betrieb in Kitas, Ganztagsschulen (OGS), Behindertenhilfe sowie Pflege- und Senioreneinrichtungen – zahlreiche Einrichtungen bleiben geschlossen oder schränken ihr Angebot stark ein (Stern).
Im laufenden Tarifkonflikt zwischen der AWO und der Gewerkschaft Verdi werden höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen gefordert. Nach einer Reihe von Warnstreiks beschloss Verdi, den Druck vor der anstehenden dritten Tarifrunde zu erhöhen und landesweit zum Streik aufzurufen. Die Arbeitsniederlegungen betreffen zahlreiche soziale Einrichtungen in ganz NRW.
Weitere Informationen hierzu auch bei Kölner Stadt-Anzeiger.
Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten bei der AWO in NRW ein monatliches Lohnplus von 500 Euro, 300 Euro mehr für Auszubildende sowie drei zusätzliche freie Tage für Verdi-Mitglieder. Die Arbeitgeberseite weist diese Forderungen bislang als deutlich überzogen zurück. Mit dem Streiktag will die Gewerkschaft vor dem nächsten Verhandlungstermin am Mittwoch (3. März) den Druck erhöhen (Stern).
Der Streik hat landesweite Auswirkungen, insbesondere für Eltern, die auf die Betreuung in Kitas und OGS-Angeboten angewiesen sind, sowie für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflege- und Senioreneinrichtungen. Die AWO Düsseldorf hat ebenfalls Einschränkungen in ihren Einrichtungen für den 3. und 4. März angekündigt (AWO Düsseldorf). Die aktuelle Streikaktion steht exemplarisch für die angespannte Lage im sozialen Sektor und den zunehmenden Arbeitskampf um bessere Arbeitsbedingungen.
Ob und wie schnell es zu einer Einigung in den laufenden Tarifverhandlungen kommen wird, bleibt abzuwarten. Mit dem landesweiten Warnstreik und der zentralen Demo in Dortmund erhöht Verdi den Druck vor der dritten Verhandlungsrunde am 4. März. Die Reaktionen der Arbeitgeber werden maßgeblich sein für das weitere Vorgehen.
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