Studie belegt: Mammographie-Screening senkt Brustkrebssterblichkeit um bis zu 30 Prozent. 14,5 Millionen Frauen profitieren.
Eine aktuelle Studie des Bundesgesundheitsministeriums zeigt, dass das bundesweite Mammographie-Screening-Programm die Brustkrebssterblichkeit um 20 bis 30 Prozent senkt. Die Untersuchung belegt damit erstmals wissenschaftlich den Erfolg des vor 20 Jahren eingeführten Früherkennungsprogramms.
Das Bundesgesundheitsministerium veröffentlichte im Juli 2025 eine wegweisende Studie zur Wirksamkeit des Mammographie-Screenings. Die Ergebnisse zeigen eindeutig: Bei Frauen, die am Screening-Programm teilnehmen, sinkt das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, erheblich. Seit dem 1. Juli 2024 wurde zudem die Altersgrenze für das kostenlose Screening von 69 auf 75 Jahre angehoben.
Laut der Universität Münster gehen die Brustkrebs-Todesfälle unter teilnehmenden Frauen um 20 bis 30 Prozent zurück. Das Kassenärztliche Bundesvereinigung berichtet, dass bundesweit etwa 14,5 Millionen Frauen anspruchsberechtigt sind. Bei etwa 6 von 1.000 untersuchten Frauen wird tatsächlich Brustkrebs diagnostiziert, wie Screening-Zentren berichten.
Das bundesweite Mammographie-Screening wurde vor 20 Jahren eingeführt und richtet sich an Frauen zwischen 50 und 75 Jahren. Die Gelbe Liste betont im Brustkrebsmonat Oktober 2025 die Bedeutung der regelmäßigen Teilnahme. Alle zwei Jahre erhalten berechtigte Frauen eine Einladung zur kostenlosen Röntgenuntersuchung der Brust. Die Dekade gegen Krebs weist darauf hin, dass von 100 Frauen mit früh erkanntem Brustkrebs fünf Jahre nach der Diagnose noch 95 leben.
In Nordrhein-Westfalen profitieren Hunderttausende Frauen vom Screening-Programm. Die flächendeckende Versorgung mit Screening-Einheiten ermöglicht kurze Wege zur Untersuchung. Zertifizierte Brustkrebszentren in NRW gewährleisten nach einer Diagnose eine optimale Behandlung. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe betont, dass die Behandlung in solchen spezialisierten Zentren die Überlebenschancen zusätzlich verbessert.
Trotz der positiven Studienergebnisse gibt es auch kritische Stimmen. Das RWI Essen kritisierte im Juli 2025 die Darstellung der Risikozahlen als „Unstatistik des Monats“. Das EBM-Netzwerk mahnt eine differenzierte Betrachtung der absoluten Zahlen an. Dennoch überwiegt in der Fachwelt die positive Bewertung des Programms. Die Leibniz-Gemeinschaft bestätigt den lebensrettenden Effekt der Früherkennung.
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