Mord an ukrainischem Ex-Politiker: In Heinsberg wurde ein Tatverdächtiger festgenommen. Alle Hintergründe zum Fall.
Im Falle des ermordeten ukrainischen Ex-Abgeordneten Andrij Portnow wurde nun im nordrhein-westfälischen Heinsberg ein Tatverdächtiger festgenommen. Spanische und deutsche Polizisten arbeiteten dabei eng zusammen. Der Mord an Portnow, einem ehemaligen hochrangigen Politiker, sorgte international für Schlagzeilen.
Der prorussische Ex-Abgeordnete Andrij Portnow war im Mai 2025 in Pozuelo de Alcarcón, einem Vorort von Madrid, erschossen worden. Er hatte zuvor als stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung unter dem früheren, Kreml-treuen Staatschef Viktor Janukowitsch gearbeitet.
Am 21. Mai 2025 wurde Portnow vor einer Schule getötet, nachdem er dort seine Kinder abgeliefert hatte. Ermittler vermuteten rasch einen Zusammenhang zur Organisierten Kriminalität. Nun wurde ein Tatverdächtiger mit europäischem Haftbefehl in Heinsberg festgenommen. Beim Zugriff, der von der spanischen Polizei am 25. Februar 2026 bekanntgegeben wurde, unterstützte das Bundeskriminalamt (BKA) die Kollegen aus Madrid. Auch die Wohnung des Verdächtigen wurde durchsucht. Zu Identität oder Festnahmezeitpunkt liegen keine weiteren Details vor.
Portnow war einst einflussreicher Politiker in der Ukraine und gehörte dem ukrainischen Parlament an. Infolge von Korruptionsvorwürfen wurden seit 2021 durch die USA Sanktionen gegen ihn verhängt. Nach Aufenthalten in Russland und Österreich kehrte er nach der Wahl von Wolodymyr Selenskyj 2019 zurück in sein Heimatland, verließ es aber nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs 2022 aufgrund seiner Kontakte entgegen geltender Bestimmungen für Männer im wehrfähigen Alter.
Der Zugriff in Heinsberg, einer Stadt nahe der niederländischen Grenze, zeigt die enge internationale Zusammenarbeit bei solchen Ermittlungen. Die Festnahme ist auch für Nordrhein-Westfalen von Bedeutung und unterstreicht die Rolle der deutschen Behörden, insbesondere des BKA, bei der grenzüberschreitenden Strafverfolgung.
Weitere Details zum Tatverdächtigen oder zum genauen Ablauf der Festnahme werden noch erwartet. Die Einbindung deutscher und spanischer Ermittler könnte Hinweise auf umfassende Nachforschungen zu den Hintergründen des Mordes und zu Verbindungen zur Organisierten Kriminalität liefern.
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